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    Kitzingen

    Kitzinger vlf ließ keinen Koffer in Berlin

    Besuch im Reichstag: In die Hauptstadt Berlin führte in diesem Jahr die Reise des vlf Kitzingen. Foto: Gerd Düll

    In die Hauptstadt Berlin führte in diesem Jahr die Reise des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Kitzingen.  Der erste Halt war auf dem Betrieb der LG Dittersdorf. Diese bewirtschaftet etwa 2700 Hektar, auf denen Getreide, Raps und Kartoffeln für die Direktvermarktung angebaut werden. Darüber hinaus wird Mais für die Biogasanlage erzeugt, deren Wärme wird zu 100 Prozent von einem Industriebetrieb genutzt. Der große Teil der pflanzlichen Erzeugung wird als Futter für die 1200 Milchkühe mit Nachzucht, 250 Mastbullen und für die Schweinemast benötigt. Ein Teil der erzeugten Milch wird über die eigene Molkerei als Frischmilch, Butter und Käse vermarktet.

    Auch die nächste Station, die Jakobs Höfe in Schäpe und Beelitz, ist auf die Direktvermarktung ausgerichtet. Die Region ist sehr stark vom Spargelanbau geprägt und alleine um Beelitz liegen etwa 1300 Hektar Spargelflächen. Neben den 300 Hektar Spargel baut der Betrieb noch Erdbeeren, Rhabarber, Heidelbeeren, Stachelbeeren und Kürbis an. Neben der Landwirtschaft stellt die Gastronomie den zweiten Betriebsschwerpunkt dar.

    Der nächste Tag war geprägt von Eindrücken aus der Hauptstadt Berlin mit Besichtigung des Bundestages im Reichstag.

    Ins Havelland Richtung Potsdam ging die Fahrt im weiteren Verlauf der Reise. Auf dem Sanddornbetrieb von Christine Berger erfuhr die Reisegruppe, dass man sich durch die guten Beziehungen der DDR zur Sowjetunion und in die Mongolei mit der Kulturpflanze Sanddorn beschäftigte, die ursprünglich aus der mongolischen Steppe stammt. Ein großes Problem stellt die Ernte dar. Diese erfolgt nur alle zwei Jahre. Dabei werden die fruchttragenden Zweige komplett abge-schnitten und dann bei minus 40 Grad schockgefrostet. Erst mit dieser brachialen Methoden gelingt es, die Früchte von den Zweigen zu schütteln. Die Ernte wird komplett zu über 60 Produkten verarbeitet (Saft, Wein, Schnaps und Marmelade) und selbst vermarktet. Ergänzt wird das Sortiment durch Holunder, Schlehen, Brombeeren und Hagebutte. 

    Bei der anschließenden Besichtigung von Potsdam und der Schlossanlage von Sanssouci erfuhren die Reiseteilnehmer viel über das Leben und die Zeit Friedrichs des Großen.  Auf der Rückfahrt besuchten die Teilnehmer Spreewaldstädtchen Lübbenau mit dem berühmten Gurkenanbau. 

    Auf der weiteren Fahrt erfolgte noch ein Halt auf dem Betrieb Vorwerk Podemus bei Dresden. Auch hier stellt die Direktvermarktung von Kartoffeln und Fleisch einen Schwerpunkt dar. Derzeit werden etwa 300 Hektar nach den Demeter-Richtlinien mit Kartoffeln, Luzerne, Getreide, Erbsen, Ackerbohnen, Sonderkulturen und Grünland bewirtschaftet. In der Tierhaltung werden Milchkühe, Schafe und Geflügel gehalten.

    Bearbeitet von Klaus Richter

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