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    Kitzingen

    Klimaschutz-Demos mit Schülern aus dem Landkreis

    Nicola Funcke, Schülerin des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach, demonstrierte bei den Fridays for Future in Würzburg. Sie möchte bewirken, dass sich etwas in der Politik ändert. "Aber jeder muss auch seinen eigenen Konsumgedanken einschränken." Foto: Aaron Roggenbuck

    Die "Fridays for Future" sind bekannt als globale Schüler- und Studentenbewegung, die auf das Vorbild der 16-jährigen Initiatorin, Greta Thunberg aus Schweden, zurückgehen. Immer freitags, auch während der Schulzeit, setzen sich die jungen Leute für den Klimaschutz ein. Auch im Landkreis Kitzingen demonstrierten einige Gymnasiasten in Würzburg und Schweinfurt während der Schulzeit.  Was sind die Konsequenzen? Die Redaktion hat beispielhaft in Kitzingen, Marktbreit und Münsterschwarzach nachgefragt.

    Schüler müssen sich in der Umwelt-AG engagieren

    Zwölf Schüler aus dem Gymnasium in Marktbreit gingen zwei Mal auf die Straße in Würzburg, um an den Fridays for Future teilzunehmen. Laut Schulleiter Friedhelm Klöhr opferten sie einmal ihre Freizeit am Nachmittag. Gerade die Jugendlichen, die sich sonst in der Schule sehr engagieren, sagt Klöhr, seien auch aktiv, um sich für mehr Klimaschutz einzusetzen. „Die Zeit, die sie in der Schule fehlten, mussten die Jugendlichen in der Umwelt-AG der Schule nacharbeiten“, erklärt der Schulleiter. Er sprach auch mit den Eltern und erklärte, dass die Schule andere Maßnahmen ergreifen müsse, wenn das Demonstrieren zur Regelmäßigkeit werde.

    25 Schüler demonstrieren am AKG in Kitzingen

    Auch Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums in Kitzingen demonstrieren mehrmals in Würzburg, beim letzten Mal 25, berichtet die Schulleiterin, Monika Rahner. „Die Eltern mussten im Vorfeld den Kindern schriftlich eine Erlaubnis erteilen, denn die Schüler fehlen unentschuldigt und haben in dieser Zeit keine Unfallversicherung“, erklärt Rahner. Die jungen Demonstranten müssen die gleichen Konsequenzen tragen wie die Schüler in Marktbreit. Laut Rahner sind dafür fünf Lehrkräfte zuständig, die fünf verschiedene Gruppen leiten, zum Beispiel im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Sie gestalten Plakate, um auf den Klimaschutz aufmerksam machen.

    Schüler des EGM gehen auf die Straße

    Am Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach ist durch die Teilnahme an der Demo in Würzburg nur eine Viertelstunde Unterricht ausgefallen, bestätigt Schulleiter Robert Scheller. Er unterstützt zwar kein unentschuldigtes Fehlen, aber lässt bei einer fehlenden Viertelstunde mit sich reden. Die Oberstufenschüler verpassen also nicht viel und demonstrieren größtenteils in ihrer Freizeit. Eine Gruppe von ungefähr 15 Gymnasiasten ging sowohl in Schweinfurt als auch in Würzburg auf die Straße.

    Grüne Gruppe in Münsterschwarzach

    Nach den Worten von Bastian Mogel, EGM-Schüler, der an den Demonstrationen teilgenommen hat, wollen die Schüler aber nicht nur demonstrieren, sondern überlegen, an der Schule in Münsterschwarzach eine grüne Gruppe zu gründen. „Damit wollen wir auch in der Schulfamilie ein Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen", sagt Mogel, "um zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden oder anzuregen, mehr mit dem Bus zu fahren.“

    Schüler des Egbert-Gymnasiums in Münsterschwarzach demonstrierten in Würzburg für eine bessere Klimapolitik. Foto: Aaron Roggenbuck

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