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    SCHWARZACH / MARKT EINERSHEIM

    Klingen zittert doch noch um den Landtagseinzug

    Wahlparty der AfD in Schwarzach mit Landtagskandidat Christian Klingen (rechts). Der Markt Einersheim musste am Ende doch noch einmal zittern. Foto: Gerhard Krämer

    Zieht Christian Klingen (Markt Einersheim) von der Alternative für Deutschland (AfD) nun in den Landtag ein oder nicht? Die Zuversicht wich noch im Laufe des Wahlabends plötzlich einer gewissen Skepsis.

    Von der Stimmenzahl her schien ein Mandat zu Beginn der Auszählung am Sonntag sehr wahrscheinlich – als Nummer 1 in Unterfranken sogar sicher. Nur wäre es aber nicht das erste Mal, dass weiter hinten auf der Liste stehende Kandidaten plötzlich nach vorne gewählt werden.

    Warten, zittern, hoffen

    So war auch am Tag nach der Wahl bei Christian Klingen noch Zittern und Warten angesagt. Und Hoffen, dass die Stimmenzahl, die zu Beginn der Auszählung für ihn so gut ausgesehen hatte, mit nun 10,07 Prozent der Erststimmen und 9,96 Prozent der Zweitstimmen ausreichend wäre, um in den Landtag einziehen zu können.

    Zuversicht kehrt zurück

    Am Montag früh hatte der AfD-Kandidat zur Ablenkung mit dem Abhängen der Wahlplakate begonnen. Am Nachmittag war er dann wieder zuversichtlicher, eines der beiden unterfränkischen AfD-Mandate zu erreichen. Nachdem Christian Klingen und seine Frau Andrea am Sonntag im Landratsamt Kitzingen Ergebnisse aus dem Stimmkreis abgewartet und kurz im Rathaus eine Briefwahlauszählung beobachtet hatten, zog es sie in ein Restaurant im Schwarzacher Raum.

    Dort war am Anfang etwa ein gutes Dutzend Parteianhänger versammelt; zu späterer Stunde waren es laut Klingen dann um die 30.

    Im Heimatort keinen Wahlkampf gemacht

    In seinem Wohnort Markt Einersheim erhielt Klingen 90 Erststimmen, die AfD 81. Klingen holte unter den 960 Wahlberechtigten somit 13,74 Prozent der Stimmen. Dafür, dass er in Markt Einersheim keine Wahlveranstaltung abgehalten habe, finde er das Ergebnis dort ganz gut, sagte Klingen im Gespräch mit dieser Zeitung.

    Insgesamt sei er zufrieden mit seinem Ergebnis, besonders, da er ja nur „Teilzeitpolitiker“ sei und neben seinem Beruf nur am Abend oder am Wochenende habe Wahlkampf machen können. Die Feier indes im Lokal war sehr ruhig verlaufen. Beim Essen glitt der Blick ständig zum Laptop, um die neuesten Wahlergebnisse nicht zu verpassen.

    Kein Jubel

    Jubel gab es keinen; eher war den Parteimitgliedern und Sympathisanten die Enttäuschung über die doch niedrigeren als erwarteten Prozentzahlen im Stimmkreis und in Bayern anzumerken. Einige zeigten sich entsetzt über das gute Abschneiden der Grünen oder kritisierten die Sozialpolitik im Land.

    Klingen selbst zeigte sich stolz auf die AfD, die wie keine andere Partei zuvor aus dem Stand ein so hohes Ergebnis erzielt habe. Er setzt nun auf eine gute Fraktions- und Oppositionsarbeit im Landtag.

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