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    Münsterschwarzach

    Klosterbäckerei schließt sich Wasserschutzprogramm an

    Bäckermeister Leo Stöckinger (von links), Abt Michael Reepen, Verkaufsleitung Margret Straßberger, Cellerar P. Christoph Gerhard kamen zum offiziellen Start des Wasserschutzprogramms in die Klosterbäckerei. Foto: Julia Martin

    Die Bäckerei der Abtei Münsterschwarzach ist nun Teil der "Aktion Grundwasserschutz" der Regierungen von Unter-, Ober- und Mittelfranken. Im Rahmen der Initiative Wasserschutzbrot wurde die Klosterbäckerei bei der Veranstaltung "Fünf Jahre Wasserschutzbrot" offiziell in das Programm aufgenommenk, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Siegel in den Verkaufsräumen der Bäckerei wurde gemeinsam mit Abt Michael Reepen und Cellerar Pater Christoph Gerhard angebracht.

    Der Umweltschutz liegt Bäckermeister Leo Stöckinger am Herzen. "Die Tradition der Benediktiner verpflichtet uns allerdings noch zusätzlich, nachhaltig mit der Schöpfung umzugehen", sagte er bei seiner Brotverkostung in den Räumen der Regierung Unterfranken. Regierungspräsident Eugen Ehmann betonte in seiner Ansprache die konkreten Schritte im Klimaschutz, die von Bäckereien, Mühlen und Wasserversorgern gegangen werden. Besonders sei, dass alle drei Gruppen sich an dem Projekt beteiligen,  so die Mitteilung weiter.

    Die Initiative ist Teil der "Aktion Grundwasserschutz – Sauberes Trinkwasser in Bayern" und hat zum Ziel, das Grundwasser durch weniger Dünger zu schützen. Das seit 2014 laufende Projekt Wasserschutzbrot wurde 2018 unter den Top 3 des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgezeichnet. Die Wasserschutz-Landwirte, die das Getreide anbauen, verzichten auf eine von drei Stickstoff-Zugaben. Mit diesem Getreide werden an der Aktion teilnehmende Mühlen beliefert, aus denen wiederum die Bäckereien ihr Mehl beziehen. Auch Wasserversorger beteiligen sich an der Aktion.

    Mittlerweile beteiligen sich insgesamt 32 Landwirte, neun Wasserversorger, sechs Mühlen und 26 Bäckereien an der Aktion. Die Klosterbäckerei verpflichtet sich im Rahmen des Programms, mindestens 50 Prozent des gesamten Weizenmehlbedarfs mit Wasserschutzmehl zu decken.

    Bearbeitet von Michaela Stumpf

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