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    Kitzingen

    Landrätin Tamara Bischof besucht Kreisbauschuttdeponie Iphofen

    Peter Engmann, Mitarbeiter an der Kreisbauschuttdeponie Iphofen, führte Landrätin Tamara Bischof und Philipp Kuhn, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft, über die Deponie. Foto: Corinna Petzold

    Bei ihrer diesjährigen Sommerreise zu den Abfallwirtschaftsanlagen des Landkreises besuchte Landrätin Tamara Bischof auch die Bauschuttdeponie in Iphofen, informierte das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Anlage habe von Anfang April bis Ende November 40 Stunden in der Woche geöffnet: montags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr und samstags von 8.30 bis 11 Uhr. "Mit diesen Öffnungszeiten bieten wir viel Komfort bei der Entsorgung von Bauabfällen, vor allem während der Bausaison", zeigte sich die Kreischefin zufrieden.

    Zweite Deponie in Effeldorf

    Neben der Anlage in Iphofen, wohin Bauabfälle aus dem gesamten Landkreisgebiet angeliefert werden können, betreibt der Landkreis eine zweite Bauschuttdeponie in Effeldorf. Dort werden nur Abfälle von Baumaßnahmen aus dem Gebiet der Stadt Dettelbach und der Gemeinde Biebelried, inklusive ihrer Ortsteile, angenommen.

    "In den letzten fünf Jahren hatten wir einen rasanten Anstieg bei den Anliefermengen zu verkraften", erklärte die Landrätin. Vor zehn Jahren seien auf den Bauschuttdeponien gerade einmal 21 500 Tonnen an Bauschutt und Bodenaushub angeliefert worden. In der Folgezeit kletterten die Jahresmengen langsam, aber kontinuierlich. 2014 waren es schon rund 36 500 Tonnen, ein Jahr später knapp 43 000 Tonnen. Im Jahr 2016 wurde die Marke von 50 000 Tonnen geknackt. Das entspricht nach Schätzungen der Behörde rund 2 000 Lkw-Ladungen. "Um dieser Bauabfallmassen Herr zu werden, mussten wir die Deponiefläche in Iphofen innerhalb kurzer Zeit mehrfach erweitern und sind schon wieder dabei, mehr Platz zu schaffen,"sagte Bischof.

    Neues Aufnahmekonzept 

    Im August 2018 wurde das neue Annahmekonzept für Bauabfälle eingeführt. Im Kern sieht es vor, dass bei größeren Baumaßnahmen im privaten Bereich stärker als bisher geprüft werden muss, ob die anfallenden Bauabfälle verwertet werden können. "Mit unserem Konzept haben wir – relativ spät – geltende gesetzliche Vorgaben umgesetzt", erklärte Bischof.  Die Wirkung des neuen Annahmekonzepts ließ sich bereits an den Abfallzahlen für 2018 ablesen. Im vergangenen Jahr verringerten sich die Ablagerungsmengen auf den Bauschuttdeponien deutlich um über 30 Prozent auf rund 31 500 Tonnen.

    Eine große Herausforderung bei der Bauschuttentsorgung stellt laut Pressemitteilung die zunehmende Verwendung von Verbundwerkstoffen dar. Diese Materialien bieten viele Vorteile, beispielsweise im Hinblick auf den Brandschutz, bereiten bei der späteren Verwertung oder Entsorgung aber große Probleme.  "Bei der Entwicklung neuer Werkstoffe muss von Anfang an auch an die spätere Entsorgung gedacht werden", forderte Landrätin Tamara Bischof. Nur so ließe sich auch für die Zukunft ein geordneter Umgang mit Bauabfällen gewährleisten.

    Bearbeitet von Karin Angerer

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