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    Iphofen

    Lebendiges Treiben am Friedhof

    Der Iphöfer Friedhof wird derzeit auf etwa 3000 Quadratmeter um einen Baumhain, Urnenwand und eine Totenwiese erweitert. Foto: Eike Lenz

    Wie auf einem großen Versuchsfeld sieht es dieser Tage hinter dem Iphöfer Friedhof aus. Unfertige Betonwände und Eisenpfähle ragen in die Höhe, Sandberge türmen sich zwischen Bagger und Baumaterial: Rund 3000 Quadratmeter umfasst das Areal, das einmal der neue Teil des Friedhofswerden soll. Am Montagabend machten sich dort die Mitglieder des Iphöfer Bauausschusses ein Bild von den Arbeiten. Eine Million Euro investiert die Stadt in das Projekt.

    Das Ganze soll naturnah wirken

    Jahrelang hatten Räte und Bürger in zahlreichen Versammlungen über das Vorhaben diskutiert. Was kann, was muss ein Friedhof heute leisten? Vor allem der Bereich der Feuerbestattungen sieht inzwischen eine Vielzahl an Möglichkeiten vor: Baumhain, Urnenwand, Urnenerdgräber, Totenwiese, Aschestreufeld – all das ist auf dem neuen Teil des Friedhofs möglich. Naturnah soll das Ganze wirken, nicht so streng wie in traditionellen Friedhöfen. Deshalb werden Mauern und Wände aus Stampfbeton hergestellt. Der Grundgedanke dabei: Gesteinsschichten der Erde nachbilden, wie Landschaftsarchitektin Sabine Schmitt vom beauftragten Kitzinger Büro arc.grün den Räten beim Baustellentermin erklärte. Der hellgraue Grundton in diesem Muster wird von Schichten aus Anthrazit und Braun durchzogen.

    Bis zu 520 Urnengräber sollen nach Angaben der Stadt auf der Erweiterungsfläche entstehen. Die neue Urnenwand enthält 67 Nischen, in die jeweils zwei Urnen passen. Bis Mai oder Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Im alten Friedhof sollen zurückgegebene Gräber mit Rasen angesät und an vereinzelten Plätzen Bäume gepflanzt werden.

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