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    Volkach

    Lese-Kick verbindet Schmökern mit Sport

    Im Juli 2015 machte das Projekt Lese-Kick in Würzburg Station. Foto: StMWK

    Das Projekt „Lese-Kick“ ist ein voller Erfolg: Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommt es sehr gut an. Diese erfreuliche Bilanz zogen fünf Jahre nach dem Start des Fußball-Lese-Projekts der Initiator Kunstminister Bernd Sibler und die Organisatoren Claudia Maria Pecher, Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, und Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Sie bezogen sich dabei auf Ergebnisse einer Befragung von rund 180 Schülerinnen und Schülern sowie rund zehn Lehrerinnen und Lehrern, die sich in den vergangenen Jahren an der Aktion beteiligt hatten, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Der „Lese-Kick“ wendet sich an fußballbegeisterte Mädchen und Jungen zwischen 8 und 14 Jahren. Sie sind in eintägigen Workshops zu einem kreativen Treffen mit Autoren von Kinder- und Jugendbüchern sowie zu einer Trainingseinheit mit professionellen Fußballtrainern des BFV eingeladen. Kunstminister Bernd Sibler betonte: „Der Lese-Kick bringt den Spaß am Lesen und die Begeisterung junger Menschen fürs Kicken zusammen: In den vergangenen fünf Jahren haben wir über das Thema ‚Fußball‘ viele Schülerinnen und Schüler erreicht und so in die Welt der Bücher mitgenommen. Dieses Projekt zeigt: Kinder und Jugendliche können wir fürs Lesen gewinnen, wenn wir auf ihre Interessen eingehen.“ „Ziel ist es“, so erläutert es Akademiepräsidentin Pecher, „mit Kindern und Jugendlichen die beliebteste Sportart der Welt, Fußball, literarisch und sportlich zu entdecken.

     BFV-Präsident Koch hob hervor: „Der Lese-Kick ist eine wunderbare Art und Weise, Schule und Fußball zusammenzubringen. Leider ist das Lesenlernen heutzutage nicht mehr selbstverständlich – laut der Iglu-Studie 2017 kann fast jeder fünfte Viertklässler nicht richtig lesen. Dabei ist Lesen die Basis für gute schulische Leistungen und der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben in der modernen Gesellschaft.

    Die wissenschaftliche Evaluation von Monika Plath von der Universität Erfurt zeigt, dass Idee und Konzept bei den Befragten großen Zuspruch finden: Sowohl die Lesung und das Fußballtraining als auch die Verknüpfung beider Inhalte zu einer Tagesveranstaltung genießen demnach bei den Besucherinnen und Besuchern eine hohe Wertschätzung. Bezüglich der positiven Bewertung der Leseworkshops seien kaum geschlechtsspezifische Differenzen zu erkennen. Auch die Kinder, die nach eigenen Angaben nicht gern lesen, gaben den Leseworkshops sehr gute und gute Noten.

     Seit dem Startschuss des „Lese-Kick“-Projekts waren die Trainer des BFV und zahlreiche Autorinnen und Autoren bislang an Grund- und Mittelschulen in Schwaben, Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie in Niederbayern zu Gast. Das Bayerische Kunstministerium stellte hierzu jedes Jahr Mittel bereit. Im kommenden Jahr wird der „Lese-Kick“ in Niederbayern und der Oberpfalz Station machen, so die Mitteilung. 

    Bearbeitet von Andreas Brachs

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