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    Marktsteft

    Marktstefts Stadträte wollen mehr Infos zur Umweltstation

    Im alten Hafen in Marktsteft soll die Umweltstation des Landkreises untergebracht werden. Einige Stadträte wollen dazu umfangreichere Informationen vom Bürgermeister. Foto: Robert Haaß

    Mit dem Kreistagsbeschluss Ende Mai hat Marktsteft den Zuschlag für die Umweltstation des Landkreises auf dem Gelände des alten Hafens erhalten. Ein Umstand, der von allen Marktstefter Räten in der Sitzung am Montagabend auch gewürdigt wurde. Doch gab es bereits erste Bedenken.

    Da sind einmal die Anlieger am Main, die in einer ersten, von Bürgermeister Thomas Reichert veranstalteten Anliegerversammlung, Sorgen wegen eines möglichen Biergartens auf dem Areal des Hafens und der Parkplatzsituation äußerten. Reichert will die Anlieger weiter in die Entwicklung mit einbinden.

    Stadträte fühlen sich zu wenig informiert

    Und da sind einige Räte, denen das Verfahren, wie häufig in Marktsteft, zu schnell voranschreitet. Sie fühlen sich zu wenig informiert. Ehe erste Aufträge vergeben werden, zur Abstimmung am Montag stand das VGV-Verfahren für eine europaweite Ausschreibung des Projekts, sollte es mehr Informationen geben, so die Forderung von Bernhard Etzelmüller. Ähnlich der Wunsch von Bertram Wirth, der vor einer ersten Auftragsvergabe mehr Details wissen wollte, etwa wie der Betrieb finanziert werden wird.

    Die von Wirth geforderte Sondersitzung des Stadtrats zum Thema Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) hatte Bürgermeister Thomas Reichert allerdings schon zuvor angekündigt. Doch die brauche zur Vorbereitung eben Zeit. Und Zeit ist das, was die Marktstefter bei der Umsetzung des Vorhabens wohl eher weniger haben. Denn "Ende 2021 muss geliefert sein", so Reichert, denn dann soll die Einweihung statt finden.

    Kosten von über 5,6 Millionen Euro

    "Jetzt geht die Arbeit los", sagte Reichert und legte seinen Räten die Auftragsvergabe für das VGV-Verfahren zur Abstimmung vor. In dem wird das Büro Schirmer in Würzburg beauftragt, die Schritte für das Auswahlverfahren eines Architekturbüros abzuwickeln. Denn wegen der Kosten für das Projekt in Höhe von insgesamt 5,62 Millionen Euro muss die Planung EU-weit ausgeschrieben werden, was von der Verwaltungsgemeinschaft nicht geleistet werden kann. Bis Anfang August soll, nach der Vorbereitung des Vergabeverfahrens, die Ausschreibung bei der EU bekannt gegeben werden, 30 Tage haben interessierte Büros dann Zeit, sich zu bewerben. Ende November soll der Auftrag vergeben werden.

    Insgesamt habe die Stadt, so Reichert, für das Projekt bereits Zuschusszusagen in Höhe von 4,6 Millionen Euro sicher, es werde aber noch nach weiteren Mitteln gesucht. Reichert sagte auch eine bessere Informationspolitik zu, denn "langfristig müssen alle den gleichen Stand haben". Allerdings gebe es immer wieder Entwicklungen, die schnelle Entscheidungen forderten.

    Auch wenn alle Räte deutlich machten, dass sie hinter dem Projekt stehen, gegen die Auftragsvergabe an das Büro Schirmer zur Durchführung des VGV-Verfahrens in Höhe von rund 8500 Euro stimmten am Ende vier Räte. Acht waren dafür, das Büro Schirmer wird somit beauftragt.

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