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    Dettelbach

    Matthias Bielek: „Brauchen neue Qualität des Umgangs miteinander“

    Matthias Bielek bei seiner Bewerberrede vor den Freien Wählern im Historischen Rathaus von Dettelbach. Foto: Walter Sauter

    Nun ist es offiziell: Die Freien Wähler schicken Matthias Bielek ins Rennen um den Bürgermeisterposten in Dettelbach. Der 37-jährige Journalist wurde am Samstag einstimmig von 44 Mitgliedern als Bewerber um das höchste Amt der Stadt gewählt. Nach seiner Rede gab es frenetischen Beifall von den rund 120 Besuchern im historischen Rathaus Dettelbach. Erste Gratulantinnen nach der Wahl waren Landrätin Tamara Bischof und die noch amtierende Bürgermeisterin Christine Konrad.

    Matthias Bielek bei seiner Bewerberrede vor den Freien Wählern im Historischen Rathaus von Dettelbach. Foto: Walter Sauter

    "Für den Fall, dass Sie mich wählen, werde ich ab dem 1. Mai 2020 zu 100 Prozent Ihr 1. Bürgermeister sein. Zwölf Monate im Jahr – immer vor Ort, mindestens 40 Stunden pro Woche plus Fleißarbeit", versprach Bielek. Ihm war es wichtig, gleich zu Beginn seiner Ansprache klar zu machen, wie ernst er es mit seiner Bewerbung meint. Zwar werde er an Wochenenden noch bis März für Eurosport Skisprung-Weltcups kommentieren, aber seinen Beruf als Programmdirektor bei Radio Charivari habe er bereits niedergelegt und er werde unabhängig vom Ausgang der Wahl in Dettelbach wohnen.

    "Ich will unbedingt Ihr Bürgermeister werden, aber nicht um jeden Preis."
    Matthias Bielek, Kandidat der Freien Wähler in Dettelbach

    Und noch etwas war ihm wichtig zu betonen: "Ich will unbedingt Ihr Bürgermeister werden, aber nicht um jeden Preis." Er sei nicht bereit, überhaupt einen Wahl-"Kampf" zu führen und er werde auch nicht schlecht über andere Personen reden. Bielek: "Kampf ist definitiv der falsche Ansatz." Vielmehr wünsche er sich "Wahlwettbewerb, in dem wir ehrlich und fair miteinander umgehen, in dem wir über Ideen und Projekte sprechen, die für unser aller Zukunft wichtig sind".

    Überhaupt zogen sich Begriffe wie miteinander, gemeinsam, Austausch, Gespräch und Dialog wie ein roter Faden durch seine Rede. "Sachbezogene Projektpolitik geht immer vor ideologischer Parteipolitik. Auch deshalb brauchen wir eine neue Qualität des Umgangs miteinander", so Bielek. Nicht zuletzt deshalb habe er auch mit anderen im August den "Förderverein Dettelbach und Ortsteile e. V." gegründet.

    Ziel: energieautarkes Dettelbach

    Ansonsten hat sich der Kandidat viel vorgenommen. Aufgelistet hatte er elf Punkte wie "Erhalt und Stärkung der eigenständigen Charaktere aller Ortsteile und der Altstadt", energieautarkes Dettelbach 2040, Senioren-Betreuung und Schaffung von sozialen Strukturen, Zukunftsplanung zusammen mit der Jugend oder Weiterentwicklung des Tourismus samt Stärkung der Gastronomie.

    Karl-Heinz Bielek (Mitte), Vorsitzender der Freien Wähler Dettelbach, freut sich mit den rund 20 "Unterstützern" und seinem Sohn Matthias Bielek über dessen Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten. Foto: Walter Sauter

    Zudem stellte er seine Idee einer neuen App für Dettelbach vor. "DC4ME" könnte sie heißen und soll "das Zusammenleben in Dettelbach und den Ortsteilen verbessern". Bieleks Vorstellungen: einfache Bedienung und Hilfen für den Alltag wie Öffnungszeiten von Geschäften und Gaststätten, eine Mitfahrbörse oder ein Bürgerforum für Kleinanzeigen und Austausch. Am Ende der Versammlung stellte er seine rund 20 "Unterstützer" vor, darunter bewährte Kräfte aus dem Stadtrat, aber auch neue Gesichter.

    Bereits im Februar 2019 hatten die Freien Wähler Bielek als ihren Wunschkandidaten für das Bürgermeisteramt präsentiert, nachdem die bisherige Amtsinhaberin Christine Konrad ihren Verzicht erklärt hatte. Für das Amt des 1. Bürgermeisters in Dettelbach kandidieren neben Matthias Bielek noch Marcel Hannweber von der CSU und Joachim Beck für die SPD.

    2. Bürgermeister Herbert Holzapfel stellte zu Beginn der Nominierungsversammlung vor, was die Freien Wähler in der abgelaufenen Legislaturperiode erreicht haben. Foto: Walter Sauter

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