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    Kitzingen

    Max Michelsen mahnt in Kitzingen die Barrierefreiheit an

    Weltbekannte Melodien der Klezmermusik spielten Christine Gumann und Gerd Semle bei der Adventsfeier des VdK-Ortsverbandes Kitzingen im Dekanantszentrum. Zum 21. Mal hatte Max Michelsen (rechts) die heiter-besinnliche Feier ausgerichtet. Foto: Willi Paulus

    Rund 270 Besucher füllten den Saal des Kitzinger Dekanatszentrums bei der „Begegnung im Advent“ des VdK-Ortsverbandes. „Die VdK-Familie wächst und wächst,“ erklärte Ortsvorsitzender Hartmut Stiller bei der Begrüßung. 720 000 Mitglieder sind es in Bayern, 10 477 im Landkreis Kitzingen und 3 260 in der Stadt. „Jeder siebte Kitzinger ist im VdK.“ Ein starker VdK könne die Interessen der Schwachen in der Gesellschaft mit Nachdruck vertreten. „Es ist ganz großer Blödsinn, das Arbeitsalter noch zu erhöhen,“ sagte Stiller in Bezug auf die Rentendiskussion.

    Bekämpfung der Altersarmut, Barrierefreiheit, Rente für Alle und Teilhabe für Menschen mit Behinderung seien nur einige der Themenschwerpunkte der VdK-Arbeit. In Österreich gebe es eine viel sozialere Rentenpolitik als in Deutschland. Stiller rief zur Teilnahme an der VdK-Großdemo am 28. März 2020 in München unter dem Motto „Soziales Klima retten!“ auf.

    Dank an Ehrenamtliche

    Pfarrvikar Jürgen Thaumüller und stellvertretender Dekan Michael Bausenwein gingen auf die Bedeutung der Adventswochen ein. Der VdK sei ein Verband, der der Gesellschaft gut tut, erklärte Oberbürgermeister Siegfried Müller. Er dankte allen Ehrenamtlichen, die ein tolles Programm erstellten und sich aufopferungsvoll für die VdK-Familie einsetzen.

    Seine Visionen zu den Hoffnungen des VdK auf Verbesserungen von Lebensbedingungen der Menschen stellte stellvertretender Ortsvorsitzender Max Michelsen vor, der seit 21 Jahren die VdK-Vorweihnachtsfeier organisiert. Viel zu tun gebe es in Kitzingen noch zum Thema Barrierefreiheit. „Der gravierendtse Mangel ist jedoch nach wie vor am Kitzinger Bahnhof gegeben,“ so Michelsen.

    Versprecher statt Versprechen

    Das Versprechen des früheren Ministerpräsidenten Horst Seehofer auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum bis 2023 sei wohl ein „Versprecher“ gewesen. Auch hier bleibe letztlich nur da Prinzip „Hoffnung.“

    Musikalisch umrahmt wurde die VdK Feier vom Akkordeonensemble der Kitzinger Musikschule unter Leitung von Matthias Lux und dem Duo Christine Gumann und Gerd Semle aus Wiesentheid, die Melodien der Klezmermusik darboten. Heitere und besinnliche Wintermärchen und Gedichte lasen Karin Böhm und Lothar Fuchs. Das gemeinsame Schlusslied „Macht hoch die Tür“ beendete die Adventsfeier.

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