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    Volkach

    Mehr Kinder, mehr Räume: Hort St. Maria wächst

    Weil der Bedarf zunimmt, wird der Hort im Haus Franziskus des Klosters St. Maria in Volkach umgebaut und erweitert. Foto: Michael Mößlein

    Die Dillinger Franziskanerinnen dürfen sich freuen: Die Nachfrage nach Hortplätzen für die Betreuung von Grundschülern, die die Ordensschwestern im Kloster St. Maria in Volkach anbieten, steigt. Doch damit wächst zugleich der Druck, das Raumangebot der steigenden Schülerzahl anzupassen. Deshalb möchten sie den Hort in der Volkacher Klostergasse erweitern.

    Ein entsprechender Zuschussantrag lag dem Volkacher Stadtrat am Montag vor. Fast 300 000 Euro soll der Umbau im Haus Franziskus kosten. Die Fläche des Horts soll im Untergeschoss um 231 auf 454 Quadratmeter wachsen. Hierfür sollen bisher schulisch genutzte Flächen herangezogen werden. 135 Hortkinder kämen dann unter, zehn mehr als bisher.

    Regierung: Die Hortfläche könnte viel größer sein

    Trotz Umbaus und Erweiterung: Der vorhandene Platz im Hort bleibt knapp. Dies macht eine Stellungnahme der Regierung von Unterfranken deutlich. Darin heißt es, dass die Fläche für den erweiterten Hort "deutlich zu klein" erscheint. Bei 135 Schülern sei eine Fläche von 817 Quadratmetern förderfähig. Auch ein barrierefreies WC fehle – darauf weist die Regierung hin –, hat aber keine grundsätzlichen Einwände gegen das Bauvorhaben.

    Den Stadtratsmitgliedern war also klar, dass das Bauvorhaben weder unnötig noch Luxus ist. Herbert Römmelt (FW) sprach so auch von "unterstem Level". Die Stadt müsse den Orden dabei unterstützen – allein deshalb, weil der kirchliche Träger des Horts eine Aufgabe übernehme, zu der ansonsten die Kommune verpflichtet sei. Heiko Bäuerlein (CSU) forderte einen "signifikanten" Betrag, den die Stadt zu dem Vorhaben zuzahle. Anja Hirt (FW) plädierte dafür, wie von den Franziskanerinnen beantragt, 100 Prozent der Kosten zu übernehmen, die nicht durch staatliche Zuschüsse (75 Prozent der zuweisungsfähigen Kosten von knapp 257 000 Euro) gedeckt sind, also rund 107 000 Euro.

    Kompromiss führt zu kompliziert klingendem Beschluss

    Bürgermeister Peter Kornell riet dem Stadtrat dazu, sich bei der Höhe des Zuschusses an dem zu orientieren, was die Stadt im vergangenen Jahr für den Waldkindergarten der Arbeiterwohlfahrt gab, nämlich 90 Prozent der Kosten. Dies führte dazu, dass der Volkacher Stadtrat zu einem einstimmig gefassten, kompliziert lautenden Kompromiss fand: Die Stadt wird für den Träger des Horts die 25 Prozent der nicht vom Staat beglichenen zuweisungsfähigen Kosten übernehmen. Von den darüber hinaus gehenden Kosten übernimmt die Stadt zudem maximal 45 000 Euro.

    Außerdem stimmte das Gremium dem vorzeitigen Beginn zu. Damit kann der Um- und Ausbau so schnell wie möglich starten. Schließlich möchte der Orden die neuen Horträume bereits im September dieses Jahres, zu Schuljahresbeginn 2019/20, in Betrieb nehmen.

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