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    Kleinlangheim

    Mehrheit gegen Photovoltaik in der Vorderen Au

    Die 82. Ratssitzung in der laufenden Wahlperiode wird in die Historie des Marktes Kleinlangheim in Corona-Virus-Zeiten als eine besondere eingehen. "Das dürfte wohl die letzte Sitzung für längere Zeit sein, denn niemand weiß derzeit genau, wie man mit dieser Situation umgehen soll", sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier in der Ratssitzung am Dienstagabend, bei der die Ratsmitglieder in gehörigem Abstand im Rathaussaal saßen. Antje Teutschbein, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft (VG), die wegen der örtlichen Rechnungsprüfung für 2018 dabei war, gab bekannt, dass das VG-Gebäude in Großlangheim ab Mittwoch, 18. März, geschlossen ist "und ohne Klingeln niemand mehr rein kann".

    Zum zweiten Mal lag dem Rat der Antrag auf die Errichtung eines Solarparks in der Au vor, nachdem in der Sitzung im Februar der Entschluss dazu vertagt worden war. Dabei ging es um eine Solarfläche in der "Vorderen und Hinteren Au" auf den Flurstücken 1084 und 1176. Im Antrag am Dienstag reduzierte sich die Fläche auf die Flurnummer 1176 in der Vorderen Au, südlich der Autobahn A 3. Die Bürgermeisterin informierte dazu, dass die Änderung des Flächennutzungsplans nicht zwingend erforderlich sei und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan nötig würde. Sie erinnerte daran, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien vom Staat favorisiert werde. Kleinlangheim halte sich daran "und wir produzieren auf den bisherigen Flächen schon vier Mal soviel Strom, wie die Gemeinde braucht". Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass N-Ergie mitgeteilt habe, dass auf der Kleinlangheimer Gemarkung derzeit nur noch drei Megawatt produziert werden könnten.

    Container schon vor Bauantrag aufgestellt

    Eine größere Megawattleistung hielt Willi Köhler dann für möglich, "wenn die Energieversorger eine neue Umspannleitung planen". Nach kurzer Diskussion über Für und Wider eines weiteren Solarparks ließ die Bürgermeisterin abstimmen. Fünf waren für und sieben gegen den Solarpark in der Vorderen Au. Der Punkt "Festlegung eines Bereichs für Freiland-Photovoltaikanlagen" wurde vertagt, "darüber soll der neue Gemeinderat entscheiden", sagte die Bürgermeisterin. Eine Aussage, die generelle Zustimmung erfuhr.

    Abgelehnt wurde der Bauantrag zu einer Errichtung einer Arbeiterunterkunft in Containerbauweise im Ortsteil Haidt, fünf waren für und sieben gegen den Antrag. Den Äußerungen aus dem Ratsgremium war zu entnehmen, dass die Container schon standen und dann erst der Antrag gestellt wurde und dass es nicht gut sei, wenn der Gemeinderat vor vollendete Tatsachen gestellt werde. Zum weiteren Werdegang in dieser Sache müsse erst der Bescheid des Landratsamtes abgewartet werden, erklärte die Bürgermeisterin. Einstimmig befürwortet wurde dagegen der Bauantrag des gleichen Antragstellers zum Aufstellen eines mobilen Hühnerstalls auf verschiedenen Flächen in der Gemarkung Kleinlangheim und auf einer Fläche in der Haidter Flur.

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