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    Kitzingen

    Meister Proper und das Duschsieb

    Frank Sauer kommt mit "Scharf angemacht" in die Alte Synagoge nach Kitzingen. Foto: Matthias Willi

    Frank Sauer tritt am Samstag, 26. Januar, ab 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) mit seinem neuen Programm „Scharf angemacht – die besten Rezepte für Beziehungssalat“ in der Alten Synagoge in Kitzingen auf. Dabei geht es um Fragen wie: Wenn eine Frau ihren Mann mit einer anderen teilen muss, ist das dann Ehegattensplitting? Und ist eine Geld-Heirat eine Schein-Ehe? Sauer tänzelt durch das Beziehungs-Dickicht von Paarungsökonomie und Trennungsphantomschmerz.

    Frage: Wann haben Sie sich zum ersten Mal vor Publikum getraut?

    Frank Sauer: Bei einer Weihnachtsaufführung in der 4. Klasse war ich der Riese Lärmemaul. Der Auftritt war umjubelt – zumindest von meinen Eltern.

    Daraus wurden bis heute wie viele Auftritte?

    Sauer: Weiß ich nicht genau. Ein paar tausend sind´s aber schon.

    Wie kam es zu dem Namen "Meister Proper des Kabaretts"?

    Sauer: Mein zweites Programm „Sauerei“ beschäftigte sich mit dem Thema Sauberkeit, Dreck, putzen, und waschen. Dazu kommt: Meister Proper und ich haben den gleichen Friseur.

    Sie haben auch ein eigenes Eugen-Roth-Programm - was begeistert Sie an ihm?

    Sauer: Seine unnachahmliche Art, in seinen Gedichten Leichtigkeit und Tiefgang zu einer heiteren Form der Selbsterkenntnis zu verbinden. Man lacht über diese Gedichte und merkt erst im zweiten Moment, dass man da über sich selbst lacht.

    Die besten Rezepte für den Beziehungssalat - verraten Sie uns ein Rezept?

    Sauer: Beim Streiten möglichst oft die Worte „immer“ und „nie“ verwenden: „Nie machst du deine Haare aus dem Duschsieb:“ , „Immer muß ich dir alles hinterher räumen.“ – und schon haben wir den (Beziehungs-)Salat.

    Woher haben Sie Ihre Erkenntnisse?

    Sauer: Aus Lebenserfahrung gepaart mit Phantasie, gesundem Menschenverstand und vielen Gesprächen im Bekanntenkreis mit glücklichen, getrennten, leidenden, verliebten, gelangweilten, verheirateten, geschiedenen, zerstrittenen, seligen, schluchzenden und strahlenden Männern und Frauen beiderlei Geschlechts.

    Dass ich mich so gut mit Ehegattensplitting und Schein-Ehe auskenne. . .

    Sauer: . . . liegt an meiner Lebenserfahrung, gepaart mit Phantasie und gesundem Menschenverstand.

    Wie gehen Ehepaare aus der Vorstellung heraus?

    Sauer: Säuselnd Hand in Hand oder knurrend Stirn an Stirn.

    Das Geheimnis einer guten Ehe?

    Sauer: Aufmerksam bleiben. Und reden, reden, reden.

    Auf Kitzingen freue ich mich, weil . . .

    Sauer: . . . ich das Tingeln auf Dörfern wie London, Paris, New York satt habe und endlich mal wieder in einer richtigen Stadt spielen will.

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