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    GROßLANGHEIM

    Millionen für den Nachwuchs

    Umfangreiche Umbau-, Sanierungs- und Abrissarbeiten stehen im Zuge der Erweiterung des Großlangheimer Kindergartens an. ... Foto: Winfried Worschech

    Die gute Unterbringung im Kindergarten auch mit Blick auf die Zukunft lässt sich der Markt Großlangheim etwas kosten. Die Baukosten für Umbau und Sanierung im Josefsstift, für das Gebäude zwischen Stift und Kindergarten, den Neubau im Kindergartenhof, Kinderspielplatz und Abriss alter Gebäude und Mauern sind mit rund 3,5 Millionen Euro (brutto) angesetzt. In der Ratssitzung am Dienstagabend stimmte das Gremium geschlossen für die Baumaßnahmen, für die man einen staatlichen Zuschuss von 60 bis 70 Prozent erwartet.

    „Das ist eine der größten Investitionen der letzten 20 Jahre und auch eine Generationssache, die nicht in ein bis zwei Jahren geschultert werden kann“, machte Bürgermeister Karl Höchner die Dimension des Vorhabens deutlich. Für die Förderung durch die Regierung von Unterfranken wurde die von Architekt Norbert Hufnagel erstellte Kostenzusammenstellung aufgrund der neuesten Ermittlungen für Brandschutz- und Brandmeldeanlage, Sicherungsmaßnahmen, Sanierung von Balkendecken und Dachkonstruktion und Aufwand für Planungskosten notwendig.

    Die Gesamtmehraufwendungen sind mit rund 680 000 Euro angesetzt. Zu diesem Ressort gehören Brandschutz (etwa 200 000 Euro), denkmalpflegerischer Mehraufwand (140 500), Baunebenkosten inklusive Planungskosten (113 000), Aufzug (100 000), Sanierung Balkendecken und Dachkonstruktion (68 500) und die Bodenplatten für Neubau und über dem Gewölbekeller (57 500). Nicht zuschussfähig sind die Abbruchkosten in Höhe von rund 134 000 Euro. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass nach Auskunft der Regierung von Unterfranken Umbau und Sanierung im Josefsstift nicht nach Quadratmetern, sondern die Baukosten mit prozentualem Anteil gefördert werden.

    Die geplante Ausführung der technischen Gewerke orientiert sich an den Erfordernissen eines ordnungsgemäßen Kindergartenbetriebs „und entspricht dem Stand der Technik, wie sie für öffentliche Gebäude vorgeschrieben sind“, kommentierte der Bürgermeister. So wird für die Wärmeerzeugung ein Pelletheizkessel sorgen und die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und bedarfsgesteuerter Frischluftversorgung betrieben. Der Neubau enthält einen Mehrzweckraum, ein barrierefreies WC, einen Putzraum, ein Leiterinnenbüro, ein WC für die Krippengruppe 2 und einen Verbindungsflur zu Stift und Treppenhaus ins Dachgeschoss des Kindergartens.

    Einig war sich auch die Ratsrunde, dass Kindergarten und das benachbarte Feuerwehrgerätehaus getrennte elektrische Anschlüsse erhalten sollen, „damit bei einem Kabelschaden während der Umbauarbeiten im Josefsstift nicht die Elektronik im Feuerwehrhaus lahm gelegt wird“, erläuterte der Bürgermeister. Peter Sterk regte an, im Zuge dieser Arbeiten auch den Elektroanschluss für den Jugendkeller zu überprüfen.

    Für den in der letzten Sitzung beschlossenen Haushalt für das Jahr 2018 wurde ein Nachtrag notwendig, da eine Verpflichtigungsermächtigung in Höhe von 200 000 Euro enthalten sein muss. Der Bürgermeister informierte dazu, dass diese für auf mehrere Jahre angelegte Investitionen im Haushalt ausgewiesen sein muss. Der Beschluss dazu erfolgte einstimmig.

    Analog der staatlichen Förderung für den Sportbetrieb erhalten der Turnverein Großlangheim von der Gemeinde einen Übungsleiterzuschuss von 4609 Euro, der Fußballclub 792, der Reitclub 621 und der Schützenverein 256 Euro. „Nach wie vor handelt es sich um freiwillige Leistungen der Gemeinde und es besteht kein genereller Anspruch für die Zukunft“, erinnerte der Bürgermeister. Alle Ratsmitglieder stimmten für den Zuschuss.

    wwo

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