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    Dettelbach

    Mobilfunkversorgung: Jetzt heißt es schnell handeln

    Alle sind sich einig, dass Dettelbach eine flächendeckende Mobilfunkversorgung im gesamten Stadtgebiet braucht, nur über den Weg dorthin gab es im Stadtrat bisher keine wirkliche gemeinsame Linie. Doch für die wurde in der Sitzung am Montag die Tür weit geöffnet.

    Auf dem Tisch lagen zwei Anträge mit ähnlicher Intention, einer von den Freien Wählern aus dem Jahr 2018, einer von der CSU, der in diesem Jahr gestellt wurde. Die CSU zog nach eingehender Debatte ihren Antrag zurück – nicht zuletzt auch deshalb, um bei der Förderung aus staatlichen Töpfen weiter gut im Rennen zu liegen.

    Eine halbe Million Euro als Zuschuss möglich

    Pro Kommune geht es um 500 000 Euro, die als Zuschuss ausgeschüttet werden können. "Damit könnten wir vermutlich rund zehn Sendemasten bauen", schätzte der Geschäftsleitende Beamte Rigobert Pfister. Am 1. Dezember 2018 hat das Bayerische Wirtschaftsministerium das Mobilfunk-Förderprogramm ins Leben gerufen, bereits am 8. Januar 2019 hat die Stadt nach Pfisters Worten ihr Interesse bekundet.

    Derzeit werde ermittelt, ob einer der drei Netzfunkbetreiber eigene Pläne hat, Mobilfunkmasten im Stadtgebiet Dettelbach zu errichten. Das Ergebnis soll am 14. April vorliegen, danach kann die Stadt einen entsprechenden Antrag stellen. Dabei gelte das "Windhundprinzip", will sagen, wer zuerst kommt, hat auch die meisten Chancen auf Geld.

    Bürger sollen Funklöcher melden können

    "Wir haben einen engen zeitlichen Rahmen, deshalb sollten wir schnell handeln", riet Pfister dem Gremium. Auch Bürgermeisterin Christine Konrad betonte, dass nur durch schnelles Handeln "das Maximum aus dem Förderprogramm ausgeschöpft werden" könne. Zugleich regte sie an, "bei den Bürgern zu erheben, wo der Mobilfunk nicht funktioniert." Eine direkte Bürgerbeteiligung sei allerdings nicht vorgesehen, so Pfister.

    Die findet Marcel Hannweber (CSU) aber durchaus sinnvoll, zumindest dass die Bürger über entsprechende Vorhaben rechtzeitig informiert werden. In Euerfeld werde gerade ein Sendemast den Anwohnern eines Wohnhauses "direkt vor die Nase gesetzt", ohne dass sie vorher informiert worden seien. Dabei handelt es sich um ein von der Telekom errichtetes Provisorium, gab Pfister in der Sitzung bekannt.

    Erstmal ein Provisorium auf freiem Feld

    Erstellt wird ein rund 20 Meter hoher Funkturm samt Funktechnik, mit dem in einem Zeitfenster von ein- bis eineinhalb Jahren erkundet werden soll, ob sich die Funkübertragungsstelle am richtigen Standort befindet. Danach soll der endgültige Standort festgelegt werden. Das Provisorium befindet sich oberhalb des Firmengeländes der Firma Holzbau Rössner auf freiem Feld.

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