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    Kitzingen

    Närrischer Gottesdienst in der Kitzinger Stadtkirche

    Gute Stimmung herrschte beim KiKaG-Faschingsgottesdienst in der Kitzinger Stadtkirche. Foto: Claudia Schweiger

    Für einen besonderen Gottesdienst sorgten die Pfarrer Richard Tröge und Uwe Bernd Ahrens in der evangelischen Stadtkirche. Unter dem Motto "Ich möchte tanzen vor lauter Freude" fand der Faschingsgottesdienst der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG) in diesem Jahr bereits zum 35. Mal statt. Auftritte der kleinen und großen Garde brachten Schwung in den Gottesdienst. Die Besucher belohnten diese mit tosendem Applaus.

    Pfarrer Tröge fragte, was es für einen Grund gebe, sich so zu freuen, dass man tanzen möchte. Er fand die Antwort im Zusammenspiel von Glaube, Hoffnung und Liebe. Glaube und Hoffnung sind laut Tröge positive Wörter, die Zuversicht ausdrücken. "Diese Zuversicht ist ziemlich exotisch in Franken", witzelte der Pfarrer und heimste sich einige Lacher der Besucher ein.

    In Franken sei es laut Tröge Sitte, erst einmal vom Negativen auszugehen. Statt beim Metzger zu fragen, ob dieser Bratwürste habe, fragen die Franken eher: "Bratwürste habt ihr nicht, oder?" Doch so freue man sich hinterher umso mehr, wenn die jeweilige Situation positiv ausgehe. Auch wenn es den Franken oft nicht leicht falle, sollen sie die Hoffnung laut Pfarrer Tröge nie aufgeben und fröhlich sein, da dies das Leben erleichtere.

    Mit kreativen Verkleidungen kamen die Kleinsten zum KiKaG-Faschingsgottesdienst. Foto: Claudia Schweiger

    Liebe gibt Sinn und Hoffnung

    "Der rote Faden, der sich durch das Leben aller zieht, ist die Liebe", schildert Tröge, "auch wenn's der Franke nicht so mit Romantik hat", führte er weiter an und die Gottesdienstbesucher schmunzelten. "Wir wollten den ganzen Inhalt der Bibel auf einen Bierdeckel bringen und das ist uns gelungen", erzählte der Pfarrer.

    Das, worauf es im Leben ankomme und wie es auch in der Bibel stehe, ist die Liebe zu Gott, die Liebe zu sich selbst und die Liebe zu anderen. Pfarrer Ahrens führte in seiner gereimten Predigt schließlich an, dass man im Leben oft gefordert werde, jedoch solle man immer liebevoll mit sich und anderen Menschen umgehen. "Die Liebe gibt uns Sinn und Hoffnung", führt Ahrens an.

    Mit Witz und Humor wurde in der evangelischen Stadtkirche eine besondere Atmosphäre geschaffen, wobei die christlichen Gedanken nicht zu kurz kamen. Am Ende durften alle verkleideten Kinder zum Altar kommen, ihre Kostüme präsentieren und sich ein kleines Geschenk abholen.

    Auch getanzt wurde beim KiKaG-Faschingsgottesdienst in Kitzingen. Foto: Claudia Schweiger

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