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    Nordheim

    Neubau des Kindergartens hat in Nordheim höchste Priorität

    Mit der Fertigstellung der Straßenbaumaßnahmen in Nordheim, das Bild zeigt Arbeiten im Kreuzungsbereich Langgasse, Volkacher Straße sowie Heerweg und Kaltenhofstraße, wird in diesem Jahr ein Großprojekt seinen Abschluss finden.
    Mit der Fertigstellung der Straßenbaumaßnahmen in Nordheim, das Bild zeigt Arbeiten im Kreuzungsbereich Langgasse, Volkacher Straße sowie Heerweg und Kaltenhofstraße, wird in diesem Jahr ein Großprojekt seinen Abschluss finden. Foto: Martha Braun

    Nach umfangreichen Vorberatungen wurde am Montagabend in der Ratssitzung der Haushalt der Gemeinde Nordheim für das Jahr 2020 einstimmig verabschiedet. Unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften anlässlich der Corona-Pandemie fand die Ratssitzung erstmals im Rathauskeller statt. Hier konnten die erforderlichen Abstände zwischen den Teilnehmern eingehalten werden.

    Zum Nordheimer Haushalt 2020: Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 4 926 300 Euro, davon entfallen 2 600 500 Euro auf den Verwaltungs- und 2 326 400 Euro auf den Vermögenshaushalt. Für Diskussionen in den Ratsreihen sorgte der falsche Haushaltsansatz im Bereich der Straßenausbaukosten für das Jahr 2019, die sich durch die erneute Übernahme der Kosten um 311 000 Euro reduzieren. Das gilt auch für die Kanal-Sanierung: Hier muss die Gemeinde aufgrund verkehrten Haushaltsansatzes 160 000 Euro weniger berappen. Zusammen sind das 470 000 Euro weniger als zunächst angedacht und somit kann die Kommune den geplanten Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen in Höhe von 1 251 205 Millionen Euro auf etwa 800 000 Euro für das Jahr 2020 Euro reduzieren.

    Für weitere Diskussionen sorgten Veränderungen, die sich im Haushalt 2020 – bedingt durch die Corina-Pandemie – ergeben. So erwartet man beispielsweise wie vielerorts einen Einbruch bei der Einkommen- und Gewerbesteuer. Dies gilt auch für die Gebühren für den Wohnmobilstellplatz oder etwa für den Fährgebühren- Bereich.

    Neues Spielgerät für den Spielplatz

    Für Gesprächsstoff sorgte auch der Ersatz für die Straßenausbaubeiträge, den die Regierung 2018 den Gemeinden zugesagt hatte. "Wir erhoffen uns schon einige Hunderttausend Euro", sagte Bürgermeister Guido Braun. Zu den Investitionen der Gemeinde Nordheim: An oberster Stelle steht nach wie vor der Bau des Kindergartens, daneben genießen das Beregnungsprojekt am Nordheimer Aussichtspunkt sowie die Fertigstellung der Straßenbauarbeiten oberste Priorität. Umsetzen möchte man auch die zuschussfähigen Vorhaben im Zuge der Flurbereinigungsmaßnahme Nordheim 5, wo neben einem Weinkino eine Weinhalle sowie ein Wetterhäusle als touristische Attraktionen in der Nordheimer Weinbergsflur entstehen sollen. Fest eingeplant ist auch ein neues Spielgerät für den Kinderspielplatz.

    Bürgermeister Guido Braun sprach letztendlich von einem überschaubaren und soliden Haushalt mit "Investitionen in die Zukunft". Zum Ausgleich des Haushalts 2020 ist eine Kreditaufnahme von 360 000 Euro erforderlich, teilte der Gemeindechef mit.  

    800 Euro Pro-Kopf-Verschuldung

    Aufgrund der vorgesehenen Investitionen wird sich die Pro-Kopf-Verschuldung je Einwohner voraussichtlich von bislang 200 Euro (31. Dezember 2019)  auf circa 800 Euro zum Ende des Jahres 2020 erhöhen. Unverändert bleiben die Steuerhebesätze, die bei der Grundsteuer A und B 350 v. H. und bei der Gewerbesteuer 380 v. H. betragen.  

    Wichtigste Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind der Einkommensteueranteil mit 500 000 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 447 500 Euro – das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von über 100 000 Euro, die Zuschüsse für laufende Zwecke (235 900 Euro) und die Entwässerungsgebühren in Höhe von 165 000 Euro.  Dem gegenüber stehen unter anderen die voraussichtlichen Ausgaben für Personalkosten (865 850 Euro), die Kreisumlage mit 390 500 Euro,  die Verwaltungs- und Betriebsausgaben in Höhe von 233 750 Euro sowie die VGem. Umlage mit 181 560 Euro.  

    Im Vermögenshaushalt sind auf der Einnahmenseite die vorgesehene Kreditaufnahme in Höhe von 1 272 205 Euro sowie die Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen in Höhe von 895 000 Euro die dicksten Brocken. Größere Ausgaben sind beispielsweise für Tiefbaumaßnahmen in Höhe 1 366 000 Euro oder etwa Hochbaumaßnahmen (380 000 Euro) Euro vorgesehen.

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