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    HÜTTENHEIM

    Neubau für Kindergarten beschlossen

    Foto: Hartmut Hess

    Der neue Kindergarten in Hüttenheim soll nach dem Abriss des derzeitigen Schulgebäudes dort in einen Neubau einziehen. Architekt Thomas Buchholz erläuterte in der Ratssitzung am Montag, wie die künftige Kindertageseinrichtung mit eigenständigem Funktionsgebäude als eine Art Dorfgemeinschaftshaus künftig aussehen soll. Wie Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert darlegte, soll es eine klare Trennung zwischen den drei Komponenten Kindergarten, Gemeindearchiv und dem öffentlichen Bereich geben.

    Thomas Buchholz plädierte für eine L-Form des Neubaus, um einen geschützten Bereich zu bekommen. Ein Foyer mit dem Haupteingang soll die zwei Gebäudeteile verbinden. Ein Besprechungsraum für das Kindergartenpersonal werde gebraucht, wäre aber nicht förderfähig. Bei einer Grundfläche von 437 Quadratmetern und einer Nutzfläche von 350 Quadratmetern schätzte der Architekt die Kosten grob auf 1,5 Millionen Euro mit förderfähigen Kosten von einer Million Euro. Im anderen Gebäudeteil werden das Archiv und Räume für die Nutzung durch Bürger, Institutionen und Vereine vorgesehen. Bei einer Nutzfläche von 406 Quadratmetern prognostizierte Buchholz Baukosten von 1,2 Millionen Euro, ob und wie viel Zuschüsse fließen, ist noch absolut offen.

    Kein Industriestil

    Zur Dachform sprach sich der Architekt gegen ein flach geneigtes Satteldach aus, denn sonst würde das Gebäude den Charakter eines Industriebaus bekommen. Aus der Ratsrunde kamen mehrere Argumente für ein flaches Pultdach und Kindergartenleiterin Katja Kahl konnte sich auch damit anfreunden, weil diese Dachform eine höhere Raumhöhe mit sich bringt. Der Planer riet zur Installation einer Photovoltaikanlage aufs Dach zur Eigenstromerzeugung.

    Der Architekt machte darauf aufmerksam, dass bis Ende September eine fertige Planung mit Eingabeplanung vorliegen muss, um in das ELER-Förderprogramm zu gelangen. Die Ratsrunde stimmte der ersten Entwurfsplanung zu und jetzt haben die Verwaltung und die Gemeinde die Aufgaben, bei Fördergebern vorstellig zu werden. Da Eile geboten ist, wird die Ratsrunde keine Sommerpause einlegen und sich schon am 14. August wieder treffen.

    Weitere Themen im Rat

    Die Bürgermeisterin informierte über die Baufortschritte beim Umbau und Anbau der Willanzheimer Schule. In der September-Sitzung des Gemeinderats sollen dann weitere Gewerke vergeben werden. Von der Baufirma Rank kam ein Nachtragsangebot, weil das Unterfangen des Altbaus umfangreicher ausfiel. Inklusive weiterer Dinge ergaben sich jetzt Zusatzkosten von über 18 000 Euro.

    Die Ratsrunde hatte vor der Sitzung den Rechen der Kläranlage angeschaut. Die Lagerung des Rechens ist reparaturbedürftig, was ein Fachmann in die Wege leiten soll.

    Die Archiv-Fachkraft der interkommunalen Allianz Südost 7/22 hat die Gemeinde informiert, dass neue Ordner fürs Archiv anzuschaffen sind, weil die bisherigen Ordner säurehaltig und damit nicht mehr zu empfehlen sind.

    Der Bürgerbus wird aktuell nicht mehr genutzt als im Vorjahr. Deswegen beschloss die Ratsrunde den Service des Bürgerbusses im September wegen zu geringer Resonanz einzustellen.

    Der Sportverein Willanzheim hatte das Großprojekt des Neubaus eines Funktionsgebäudes mit Wintergarten verwirklicht. Mit der vorliegenden Schlussrechnung bekommt der Sportverein von der Gemeinde jetzt noch einmal 2072 Euro. Der Verein hatte dafür 185 000 Euro ausgegeben und die Gemeinde steuerte 40 Prozent der Materialkosten bei, was im Endeffekt eine Zuschusssumme von 65 000 Euro ausmachte.

    Die Ratsrunde stimmte – wie schon einige andere Kollegen in den anderen Mitgliedskommunen der Allianz Südost 7/22 – der endgültigen Fassung des Kernwegenetzes zu. Damit wird der Weg frei gemacht dafür, dass der künftige Ausbau von Kernwegen vom Amt für ländliche Entwicklung bezuschusst wird.

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