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    BUCHBRUNN

    Neue Friedhofssatzung und höhere Urnengebühren

    Eingangs seiner Sitzung im Rathaus Buchbrunn am Donnerstag gedachte der Gemeinderat in einer Schweigeminute des verstorbenen Günther Schmidt. Bürgermeister Hermann Queck hob hervor, mit welchem Einsatz sich Schmidt um Aufbau, Einrichtung und Betrieb des Dorfladens Kummrei gekümmert habe.

    In einer ersten Entscheidung änderte der Gemeinderat die Friedhofs- und Bestattungssatzung und legte die Nutzung der neu eingerichteten Urnengräber fest. Sie werden als Reihengräber mit einer Ruhefrist von 15 Jahren geführt. Urnen und Überurnen müsse so beschaffen sein, dass das Material keinen physikalischen, chemischen oder biologischen Einfluss auf Boden und Grundwasser nehmen kann.

    Die Gemeinde erstellt einheitliche Grabbeschriftungen, die der Bauhof installiert. Grabschmuck muss nach 30 Tagen entfernt werden. Die Verwaltung hatte als Gebühr einen Betrag von 330 Euro vorgesehen. In der Ratsrunde überwog jedoch die Auffassung, dass Urnenwand und Friedwiese höhere Kosten verursachen, daher wurde die Grabgebühr auf 400 Euro festgelegt.

    Bei der Frage um die Einrichtung einer Tagespflege mit Mietwohnungen entspann sich eine kontroverse Debatte, als die Möglichkeit betreuten Wohnens angesprochen wurde. Eigentlich sollte nur darüber befunden werden ob ein Workshop stattfinden soll oder nicht.

    Betreutes Wohnen bedeute, dass sich auch nachts jemand im Hause aufhalten müsse, der sich im Bedarfsfall um Bewohner kümmern könne, machte Bürgermeister Queck deutlich. Das aber sei bislang nicht beabsichtigt gewesen. Es gehe um die Tagesbetreuung, ergänzend könne man dann sehen was noch möglich ist, regte Georg Hopfengart an. Und so soll auch weiter vorgegangen werden. Die Planung soll behindertengerechte Wohnräume und die Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus berücksichtigen.

    Beim Ausbau der Hauptstraße KT 8 durch den Landkreis im Ortsbereich stehen der Gemeindekasse Kosten um 354 000 Euro ins Haus. Der Gemeinderat hatte daher prüfen lassen, welche Kosten die Gemeinde zu stemmen hätte, wenn nur der Bereich um die Hauptstraße 20 gebaut würde. Das Büro Dieter Koch hat ein Kostenvolumen um 200 000 Euro errechnet.

    Georg Hopfengart zeigte sich alles andere als begeistert. Er wolle einerseits die teuere Lösung nicht, auf der anderen Seite müsse für das Dorf etwas Vernünftiges gebaut werden. Man könne nicht Dorferneuerung betreiben und am Ortseingang sichtbar sparen. Er sprach damit seinen Ratskollegen sichtlich aus dem Herzen.

    Schließlich wurde die Entscheidung, dass Bürgermeister Queck bei der Vergabe bis zu einem bestimmten Betrag ohne Gemeinderatsbeschluss entscheiden könne, aufgehoben. Über die Vergabe entscheidet nun der Gemeinderat. Um an günstigere Ausschreibungsergebnisse zu kommen, wurde der Ausführungszeitraum auf 15 Monate festgelegt.

    Mit ihrem Antrag zur Teilnahme am Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur war die Gemeinde erfolgreich. Die vorgesehene brandschutzrechtliche Maßnahme an der Mittelschule wird bei Gesamtkosten von 258 403 Euro mit einem Höchstbetrag von 232 200 Euro gefördert. Bürgermeister Queck wies zudem darauf hin, dass 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln in den Landkreis fließen und der Schulverband Buchbrunn insgesamt 1 386 600 Euro bekomme. Das Architekturbüro Blum und Diez soll zunächst ein Honorarangebot unterbreiten.

    Weitere Themen am Ratstisch waren:

    Beim Bebauungsplan Breslauer Straße der Stadt Kitzingen sah der Gemeinderat Belange der Gemeinde nicht berührt.

    Der Glasfaseranschluss und WLAN an der Schule wird wegen des besonderen Handlungsbedarfs in Buchbrunn mit 90 Prozent, höchstens aber 50000 Euro gefördert. Die Gemeinde stellt nun einen Förderantrag und holt Angebote für die Errichtung entsprechender Anschlüsse an der Mittelschule ein.

    Aus einem Seminar in Klosterlangheim zur Einrichtung einer interkommunalen Allianz ILE mit Albertshofen, Biebelried, Dettelbach, Mainstockheim und Rottendorf und anderen berichtete Christian Oppel, dass er mehr Vorteile als Nachteile erkenne. Beschlüsse wurden dazu nicht gefasst.

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