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    Prichsenstadt

    Neue Gestaltungssatzung für den Prichsenstadter Altort

    Der Prichsenstädter Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag einigen Änderungen für die Gestaltungssatzung in der Altstadt zu. Die neu gefasste Satzung wird zum nächstmöglichen Termin amtlich bekannt gemacht, um rechtswirksam werden zu können. Die Stellungnahmen verschiedener Behörden hatte das beauftragte Büro Wegner aus Veitshöchheim eingearbeitet. Bertram Wegner erläuterte die neue Fassung. Der Stadt war es wichtig, eine rechtskräftige Gestaltungssatzung zu bekommen, um städtebauliche Ziele durchsetzen zu können.

    Eine der Änderungen ist, dass der Abriss untergeordneter Nebengebäude mit dem Sanierungsplaner abzusprechen sind. Anders gehalten ist jetzt auch die Vorgabe für die Größe und Relation von Gaubenfenstern. Dachliegefenster sind auf Einzeldenkmälern grundsätzlich verboten und auf anderen Gebäuden nur in begründeten Einzelfällen zulässig.

    Ebenfalls nicht zugelassen werden Photovoltaikanlagen, allerdings wandte sich die Ratsmehrheit gegen den Wunsch des Landesamtes für Denkmalpflege, solarthermische Anlagen ebenfalls zu verbieten. Vielmehr votierte die Ratsrunde klar dafür, solche Anlagen dann zuzulassen, wenn sie nicht einsehbar und dem öffentlichen Straßenraum abgewandt sind.

    Für Fenster ist nur Holz als Material zulässig, Ausnahmen soll es nur bei Häusern geben, die nach dem Jahr 1945 gebaut wurden. Die ergänzende Gestaltungsfibel wird noch vom Büro Wegner ausgearbeitet. Derzeit läuft auch die Ausarbeitung des kommunalen Förderprogramms, die zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen wird.

    Weitere Themen im Rat waren:

    Der Landkreis als Straßenbaulastträger plant im Jahr 2020 den Deckenausbau der Ortsdurchfahrt im Stadtteil Laub (Kreisstraße 45). Da die Bordsteine in diesem Bereich stark beschädigt sind und der Gehweg nicht zusammenhängend gestaltet ist, riet das Landratsamt der Stadt, dort ebenfalls baulich tätig zu werden sowohl die insgesamt 400 Meter Borde, als auch die kompletten Gehwege zu erneuern. Würde die Stadt alles machen, wäre das mit geschätzten Kosten von 100 000 Euro verbunden. "Wir haben einen engen Haushalt und müssen sehen, ob wir das Geld einstellen können", gab Vizebürgermeister Alfons Saugel als Sitzungsleiter zu bedenken. Die Ratsrunde folgte dem Antrag von Wolfgang Brosche, das Thema erst mit dem Bauausschuss zu beraten.

    Der Stadtrat genehmigte den Tekturplan von Heinrich Kohles, der in Prichsenstadt den Neubau eines Weinguts verwirklichen will.

    Die Ratsrunde stellte nach der formlosen Bauvoranfrage von Heinrich Halbhuber zum Bau eines Carports eine Genehmigung in Aussicht. 

    Der Stadtrat erteilte ebenfalls die Befreiungen vom Bebauungsplan für die Dachform als Satteldach mit 22 Grad Dachneigung für den Bauantrag von Anke Götz-Wagenhals und Jonas Wagenhals zum Bau eines Wohnhauses mit Garage und Carport im Baugebiet Ziegelgärten VI.

    Das Gremium beschloss, bei der Regierung von Unterfranken für das Städtebauförderungsprogramm im Jahr 2020 eine Gesamtsumme von 287 000 Euro zu beantragen. Den größten Posten macht dabei der Teilausbau der Kirchgasse mit 111 000 Euro aus.

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