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    Dettelbach

    Neue Spielgeräte für Bibergauer Kinder

    Der Haupt- und Bauausschuss hat entschieden: Für den Spielplatz am Sportgelände in Bibergau gibt es neue Spielgeräte. Foto: Walter Sauter

    Die Eltern aus Bibergau dürfen sich freuen: Der Haupt- und Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig entschieden, neue Spielgeräte für den Spielplatz am Sportgelände zu kaufen. Die Kosten in Höhe von etwas mehr als 34 000 Euro können aus dem laufenden Haushalt finanziert werden.

    In Bibergau hatte sich eine Elterninitiative für den Spielplatz gegründet, berichtete Bürgermeisterin Christine Konrad. Nachdem im Sommer vom TÜV einige Spielgeräte abgebaut wurden, habe es ein Gespräch zwischen den Eltern und ihr gegeben. Das dabei vorgelegte Angebot der Firma Eibe wurde geprüft und als wirtschaftlich befunden. "Die Kosten halten sich im Rahmen", meinte Roland Nagel (FW). Für Michael Hartmann (SPD) dürften die Kosten "keine Rolle spielen", da der Spielplatz viel genutzt und dringend nötig sei. Auch Michael Schuba (CSU) plädierte dafür, "schnellstmöglich zu bauen".

    Verschärfung der Verkehrslage

    Ein Dorn im Auge ist den Räten die Verkehrssituation an der Einfahrt aus dem Gewerbegebiet Dettelbach-Ost in die B22 alt. Und das, obwohl das Thema gar nicht auf der Tagesordnung stand. Allerdings lag dem Gremium ein Antrag für ein Vorhaben der Hamburger Firma "Panattoni Europe" vor, die dort ein großes Logistikcenter errichten will. Gewünscht war eine Erhöhung der dort zulässigen Wandhöhe von den erlaubten 12,50 auf 15,50 Meter. Dieses Ansinnen wurde einstimmig abgeschmettert – und das, obwohl sich im Umfeld deutlich höhere Gebäude finden.

    Durch den geplanten Bau befürchten die Räte eine weitere Verschärfung der ohnehin schon angespannten Verkehrslage durch noch mehr Lkws. Schon heute, so Ernst Plannasch (FW), müssten Fahrzeuge bis zu einer halben Stunde warten, ehe sie aus dem Industriegebiet ausfahren könnten. Sein Groll richtete sich dabei insbesondere gegen das Straßenverkehrsamt, dem er "jahrelange Untätigkeit" vorwarf.

    "Wir wollen dort nicht noch mehr Logistikunternehmen", sagte auch Konrad. In der geplanten Riesenhalle, so Marcel Hannweber (CSU), könnten bis zu 67 000 Paletten lagern, Ernst Plannasch hatte errechnet, dass die Hamburger Firma "sieben Mal die Größe" der in Dettelbach-Ost bereits ansässigen Firma Schum habe. Michael Hartmann (SPD) forderte deshalb ein neues Verkehrskonzept für die Einfahrt. Die angedachte Ampelanlage, so Hannweber, sei zu wenig. "Wir brauchen ein Kreisel oder eine zweite Einfahrt", betonte er. Die  sei aber vom Straßenverkehrsamt abgelehnt worden, erklärte Konrad.

    Photovoltaik an der Autobahn

    In der Gemarkung Effeldorf soll an der Autobahn in Sichtweite von Neuhof eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Das Verfahren war nun an dem Punkt angelangt, bei dem die Träger öffentlicher Belange zu befragen waren. Deren Stellungnahmen waren in den, wie es offiziell heißt, "vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Grünordnungsplan ‚Photovoltaik-Freiflächenanlage Effeldorf II’ sowie 8. Änderung des Flächennutzungsplans" eingearbeitet worden.

    Diesen insgesamt 22 Punkten stimmte das Gremium im Eiltempo und durchweg einhellig zu. Nur beim Feldhamster gab es Nachfragen von Michael Schuba (CSU). Dazu erklärte Max Wehner vom Büro Team 4, dass es zwei Begehungen gegeben habe, bei denen nach dem Feldhamster gesucht wurde, die allerdings erfolglos verliefen. Trotzdem gilt, da die Fläche im Schutzgebiet liegt und die entsprechende Bodenqualität aufweist: "Wenn man nichts findet, heißt das nicht, das der Feldhamster nicht da ist", so Wehner. Da bei weiteren geplanten Begehungen "eine Trefferquote sehr wahrscheinlich ist" (Konrad) wurde beschlossen, vorsorglich eine 6500 Quadratmeter große Ersatzfläche zur Verfügung zu stellen, auf der Blühstreifen, Luzerne und Getreide nach dem "Drei-Streifen-Modell" angesät werden sollen.

    Auf diesem Areal unweit von Neuhof soll neben der Autobahn eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Foto: Walter Sauter

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