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    Nordheim

    Neuer Obernarr: Franz Kram ist Präsident vom Weingenießerclub

    Franz Kram hat Narrenblut in den Adern. Schon als Kind stand er auf der Bühne. Jetzt leitet er als neuer Präsident die Sitzung des Norderheimer Weingenießerclubs.
    Der Karnevalsverein Weingenießerclub Nordeim hat einen neuen Präsidenten. Franz Kram (Mitte) feiert in der Sitzung am 8. Premiere. Andreas Helbig (links) und Christian Glos stehen ihm zur Seite.  Foto: wabr/Foto Nico Braun

    Eine Weingenießer-Faschingssitzung ohne Jürgen Förster? Kaum vorstellbar, denn Förster war eine Institution und hatte in 20 Jahren als Sitzungspräsident des Karnevalsvereins Weingenießerclub Nordheim maßgeblichen Anteil am hohen Niveau größten  Faschings-Veranstaltung an der  Mainschleife.

    Aber alles hat ein Ende und so hat Förster im vergangenen Jahr in der Fränkischen Fastnacht an der Mainschleife den Abschied auf der Kommandobrücke der Nordheimer Spaßvögel verkündet. Als Nachfolger präsentierte er  den 27-jährigen Franz Kram, der am Ende der Sitzung für einen kurzen Zeitraum das Narrenschiff steuern durfte und somit einen Vorgeschmack auf seine künftige Aufgabe bekam.  

    Kram hat Faschingsblut in den Adern

    "Für mich war es eine besondere Ehre, als Jürgen 2019 bei mir anfragte, ob ich für das Amt des Sitzungspräsidenten zur Verfügung stehe", erinnert sich Kram. Der Weinbautechniker aus Sommerach ist seit 2009 aktiver Elferrat und stand bereits mit zehn Jahren als Mundschenk bei Weingenießer-Faschingssitzungen auf der Bühne. Also ein Typ, "der ebenso wie Jürgen Förster durch und durch" Faschingsblut in den Adern hat.

    Dennoch war es für Kram nicht leicht, Försters Angebot zuzustimmen. "Ich habe allergrößten Respekt vor dieser Aufgabe, zumal ich in große Fußstapfen trete", betont der neue Chef des Nordheimer Elferrates, dem Förster nach wie vor beratend zur Seite steht. Vor der Zusage galt es einiges zu klären. "Ich wollte die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilen", sagt Kram und hoffte hierbei auf Unterstützung aus den eigenen Reihen. Er bekam sie. Christian Glos und Andreas Helbig erklärten sich bereit, Kram bei dem doch recht umfangreichen Arbeitspensum zu helfen. Das beginnt bei der Kontaktpflege mit auswärtigen Karnevalsvereinen und beinhaltet auch Gespräche mit möglichen Akteuren der Faschingssitzung – schließlich ist sie mit etwa 600 Besuchern eine der größten Karnevals-Veranstaltungen nicht nur im Landkreis.

    Schlaflose Nächte vor der Sitzung

    Motivation für Franz Kram genug, diesen karnevalistischen Darbietungen auch in Zukunft der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Laufe der Jahre will das Trio um Kram dem Sitzungsprogramm eine eigene, neue, Note geben. Am Veranstaltungsort, der Volkacher Mainschleifenhalle wird sich nichts ändern, da die TSV-Halle mit etwa 180 Plätzen einfach zu klein ist.

    Den ersten großen Auftritt als Sitzungspräsident sieht Franz Kram relativ entspannt entgegen. Wenngleich es seiner Meinung nach doch sicher einige schlaflose Nächte im Vorfeld der Veranstaltung geben wird. Doch seine Mitstreiter, allen voran sein Vorgänger Jürgen Förster, drücken ihm für eine erfolgreiche Premiere beide Daumen. Wenn die Sitzung gut läuft, könnte Krams  Sitzungspräsidenten-Tätigkeit länger Bestand haben. "Mit Sicherheit aber werde ich keine 22 Jahre wie Jürgen in dieser Funktion tätig sein", wagt Kram einen Blick in die Zukunft.  

    Zur nahen Zukunft gehört die Weingenießer-Faschingssitzung Fränkische Fastnacht an der Mainschleife am 8. Februar, die wieder viele Faschingsnarren in die Volkacher Mainschleifenhalle locken wird. Akteure wie Wolfgang Düringer, Wolfgang Huskitsch, bekannt aus der närrischen Weinprobe, die Zellinger Turedancer, Ines Procter oder "Der Bäff", alias Josef Piendl, werden für Fasenacht der Spitzenklasse sorgen. Noch gibt es Karten bei Gustav Förster unter Tel.: (0 93 81) 71 67 14.

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