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    Marktsteft

    Neues Tanklöschfahrzeug für Marktsteft

    Der symbolische Fahrzeugschlüssel (von links): Kommandant Timo Albrecht und Vorsitzender Simon Matthäus freuten sich über den "Fahrzeugschlüssel", den Bürgermeister Thomas Reichert überreichte. Foto: Gerhard Bauer

    Die Feuerwehr Marktsteft nahm ihr neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 in Betrieb. Die Anschaffungspläne zogen sich einige Jahre hin bis sie konkret wurden, berichtete der Vorsitzende Simon Matthäus. Ein Neufahrzeug kam nicht in Betracht, zum gesteckten Kostenrahmen war gleichzeitig kein geeignetes TLF zu finden.

    Als die Floriansjünger fündig wurden, überstieg der Preis das Budget erheblich. Der Stadtrat stand zu seiner Zusage und der Feuerwehrverein steuerte 5000 Euro bei. Das Unternehmen Pfeuffer legte ebenfalls 5000 Euro dazu und mit dem Erlös des Altfahrzeuges stand die Finanzierung.

    Kommandant Timo Albrecht erinnerte, dass der vorherige Tanker in die Jahre gekommen war und noch nicht einmal über Sicherheitsgurte verfügte. Bei der Internetsuche nach einem Nachfolgefahrzeug habe sich  zunächst Ernüchterung breit gemacht. Schließlich fand sich ein MAN (Baujahr 1998) in tadellosem Zustand und lediglich Gebrauchsspuren. Mit Zustimmung der Stadt wurde es abgeholt. Nach der Ankunft wurde mit Umbau und Umrüstung begonnen. Normalbeladung und Digitalfunk wurden eingebaut.

    Der Dank des Kommandanten galt Uwe Strobel, der die Einbauten vornahm und Kabelsätze verlegte. Nun fährt das TLF mit ausfahrbarem Lichtmast, zusätzlicher Warneinrichtung, Rückfahrkamera, 2650 Liter fassendem Wassertank und Sicherheitsgurten für die Mannschaftskabine.

    Pfarrer Peter Stier segnete das Fahrzeug, seine Einsätze und alle seine Besatzungsmtglieder. Foto: Gerhard Bauer

    Die Normbeladung für TLF wurde um eine Wärmebildkamera, einen Rauchvorhang, einen mobilen Wasserwerfer, einen 5000 Liter fassenden Faltbehälter und ein Halligen-Tool ergänzt. Das Fahrzeug sei nun auch mit geringer Mannschaft schlagkräftig einsetzbar, unterstrich Albrecht.

    Pfarrer Peter Stier übernahm die Segnung. Das Fahrzeug könne nun leichter zum Einsatzort kommen und seine Besatzung Hilfe leisten. Der Segen Gottes solle sie dabei begleiten. Er wisse selbst, wie es sich anfühlt ausrücken zu müssen, und nicht zu wissen, was kommt.

    Bürgermeister Thomas Reichert lobte, dass die Feuerwehr von Anfang an kein neues Fahrzeug wollte und Eigenleistung versprach. Die Stadt habe daher gerne unterstützt. Er überreichte Kommandant und Vorsitzendem symbolisch einen gebackenen Schlüssel.

    Landrätin Tamara Bischof würdigte die Qualität der Wehr mit einem ungewöhnlich großen Feuerwehrverein. Schwierige Arbeit müsse mit zeitgemäßer Ausstattung unterstützt werden. Der Verein habe keine Mühen gescheut ein Fahrzeug und schnell eine wirtschaftliche Lösung zu finden. In den Tagen mit Hitzegraden und Feld- und Maschinenbränden zu helfen gehe nur mit ausreichend ausgestatteten Einsatzkräften. Das sei nicht hoch genug zu bewerten.

    Kreisbrandrat Roland Eckert gratulierte der Feuerwehr, der Stadt und der Bevölkerung zum neuen Fahrzeug und dessen angepasste Ausstattung. In Notfallsituationen sei der Feuerwehr der verlängerte Arm der Stadt, die Hilfe sicherstellen muss. In Zeiten mit knapper werdendem Wasser sei ein TLF Gold wert.

    Die angepasste Zusatzausstattung besichtigten (von links) Kommandant Timo Albrecht, Pfarrer Peter Stier, Vorsitzender Simon Matthäus, Landrätin Tamara Bischof, Kreisbrandrat Roland Eckert, Bürgermeister Thomas Reichert und Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht. Foto: Gerhard Bauer

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