• aktualisiert:

    Hörblach

    Parksituation in Hörblach sorgt für Ärger

    Seit vielen Jahren baut die Firma LZR am Ortsrand von Hörblach Sand ab. Mittlerweile ist eine riesige Seenplatte entstanden, die nicht Jedermann gefällt. Foto: Peter Pfannes

    "Manchmal werden sogar Grundstücksausfahrten zugestellt", sagte ein Hörblacher am Dienstag in der Bürgerversammlung. Zwar ist der Schwarzacher Ortsteil durch die neue Umgehungsstraße seit Jahren vom Stress des fließenden Verkehrs befreit, doch jetzt macht der ruhende Verkehr den Anliegern der Kitzinger Straße Kummer. Etwa 40 Hörblacher nahmen bei dem Treffen im Feuerwehrhaus kein Blatt vor den Mund.

    Insgesamt sei die Parksituation in der Hörblacher Ortsdurchfahrt nicht optimal, pflichtete Bürgermeister Volker Schmitt bei. Helfen könne allerdings nur die Polizei. Das Gemeindeoberhaupt bat die Anwesenden, bei Behinderungen die Ordnungshüter oder die Gemeindeverwaltung anzurufen. Etwas Entlastung erhoffen sich die Hörblacher auch vom neuen Pendlerparkplatz, der im Zuge des Ausbaus der A3 in der Nähe der Autobahnauffahrt Kitzingen/Schwarzach entsteht.

    Machtlos bei der Sandausbeute

    Weiteres Reizthema in Hörblach ist der Sand- und Kiesabbau durch die Firma LZR. Mittlerweile ist eine riesige Seenlandschaft entstanden und ein Ende weiterer Wasserflächen ist nicht in Sicht. "Wir sind bei der Sandausbeute völlig machtlos", sagte Schmitt. Die Hörblacher Gemarkung sei im Landesentwicklungsplan als Vorranggebiet für Sandabbau ausgewiesen. "Die Gemeinde ist deshalb nicht in der Lage, die Sandausbeute zu verhindern", erläuterte der Ortschef. Bei der späteren Nutzung der Hörblacher Seenplatte will Schmitt die Einheimischen mit ins Boot nehmen. In ein paar Jahren soll ein Gesamtkonzept für die Seennutzung erstellt werden – gemeinsam mit der Bürgerschaft.

    Aus diesem Grund habe man einen gewünschten Wohnmobilstellplatz noch nicht genehmigt. "Ich habe Angst, dass der Standort dann nicht in das Gesamtkonzept passt", betonte Schmitt. Alle Anwesenden teilten bei einer Abstimmung die Meinung des Bürgermeisters. Während die aktuell bestehenden Seen als solche verbleiben, soll die Sandausbeutefläche an der B22 wieder verfüllt werden. Die Frage eines Anwesenden nach freien Bauplätzen in Hörblach, beantwortete Schmitt mit einem klaren Nein. Scherzhaft meinte eine Hörblacherin, dass auf den Seen doch genug Platz für Hausboote sei, um den Bedarf der Wohnungssuchenden zu decken.

    Überalterte Spielgeräte stören einen Hörblacher auf dem örtlichen Spielplatz: Die sind mindestens zehn Jahre alt. "Das müssen wir jetzt wirklich mal in Angriff nehmen", antwortete Bürgermeister Schmitt. Man wolle die Spielplätze in der Großgemeinde Zug um Zug "aufpäppeln". Frische Fahrbahnmarkierungen werden an der Einfahrt der Großlangheimer Straße in die Kitzinger Straße gewünscht. Außerdem werde auf der Großlangheimer Straße viel zu schnell in den Ort eingefahren, so ein Anwohner. Schmitt zieht in Erwägung, hier ein Geschwindigkeitsmessgerät als Dauereinrichtung zu installieren.

    Das Interesse der Hörblacher am Ortsgeschehen ist groß. Etwa 40 Frauen und Männer kamen am Dienstag zur Bürgerversammlung ins Feuerwehrhaus. Foto: Peter Pfannes

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!