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    Dettelbach

    Riesenerfolg der Weihnachtspaketaktion

    Aus einem Berg von Stofftieren dürfen sich diese Kinder im Pfarrsaal von Pfarrer Arpad Kiraly in Arad ihre Lieblingsfigur aussuchen.
    Aus einem Berg von Stofftieren dürfen sich diese Kinder im Pfarrsaal von Pfarrer Arpad Kiraly in Arad ihre Lieblingsfigur aussuchen. Foto: Arpad Kiraly

    Anfang November hatte die Rumänienhilfe aus Dettelbach zu ihrer 19. Weihnachtspaketaktion aufgerufen. Das Echo war überwältigend und übertraf das großartige Vorjahresergebnis noch einmal. Etwa 23 000 Weihnachtspakete, meist festlich verpackt, stapelten sich am Ende auf den Lkw und konnten den kirchlichen Partnern in den Diözesen Alba Julia, Satu Mare und Temesvar zugestellt werden. Dort wurden die Geschenke in Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen und bei bedürftigen Familien verteilt. Die Freude bei Nikolaus- und Weihnachtsfeiern war groß und vor allem die Kinder strahlten um die Wette. Erwachsene Empfänger verfielen oftmals in ungläubiges Staunen, denn es kommt nicht allzu oft vor, dass ihnen Geschenke von unbekannten Spendern das Leben erleichtern.

    Immer mehr Schulen und Kindergärten in Mainfranken beteiligen sich an dieser Aktion der Rumänienhilfe, viele von ihnen schon über Jahre, heißt es in einer Pressemitteilung. Manche bringen 50 Pakete, andere 100 und einige noch mehr. Den absoluten Spitzenreiter stellt seit langem die Realschule Dettelbach, die auch 2019 mit circa 400 Paketen glänzte.

    Bald ist auch der letzte Lkw des Jahres voll, diesmal fast ausschließlich mit Weihnachtspaketen. Oswald Ruß, ein langjähriger Helfer, opfert gerne seine Freizeit für diese Aufgabe.
    Bald ist auch der letzte Lkw des Jahres voll, diesmal fast ausschließlich mit Weihnachtspaketen. Oswald Ruß, ein langjähriger Helfer, opfert gerne seine Freizeit für diese Aufgabe. Foto: Ottmar Deppisch

    Die weiteste Anfahrt nahm die Grundschule Mellrichstadt in Kauf. Der Einzugsbereich der Schulen und Kindergärten erstreckt sich von Prichsenstadt bis Kirchheim, von Röthlein bis Martinsheim, von Karlstadt bis Markt Einersheim, von Poppenhausen bis Ebrach. Sehr viele Pakete werden auch von Familien geschnürt, die dann oftmals mit einem ganzen Kofferraum voller Geschenke in Dettelbach vorfahren.

    Erfreulicherweise steigt die Qualität der Pakete von Jahr zu Jahr. Neben Dingen des täglichen Bedarfs enthalten sie vielfach Lebensmittel und weihnachtliche Spezialitäten. Ioan Laurentiu Roman, Caritasdirektor von Satu Mare, schreibt: „Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen und Familien in Rumänien eine schwere Zeit.“ Zu viele, so schreibt er weiter, die unterhalb des Existenzminimums in großer Armut leben, könnten sich trotz der Feiertage außer den Grundnahrungsmitteln kaum etwas anders leisten. Da sorgen die Geschenkpakete aus Mainfranken wenigstens für ein bisschen Freude an Weihnachten.

    Elmar Karl und seine Helfer danken allen Spendern, ob Groß oder Klein, ob ein Paket oder zehn, für ihre Bereitschaft, von ihrem mehr oder minder großen Reichtum etwas abzugeben. Die großartige Resonanz motiviert die Helfer, in ihren Bemühungen fortzufahren, und schon heute steht fest: Es wird auch eine 20. Weihnachtspaketaktion für Rumänien geben.

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    Bearbeitet von Lena Berger

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