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    SOMMERACH

    Rosige Zeiten für Rudolf Bender

    Die Laudatio auf den scheidenden BBV-Kreisgeschäftführer Rudolf Bender (Dritter von rechts) hielten (von links) Stefan Köhler, Günther Betz, Annette vom Berg-Erbar, Alois Kraus. Christine Bender freute sich mit ihren Gatten und Direktor Wilhelm Böhmer stellte den neuen Kitzinger Dienststellenleiter Wilfried Distler vor. Foto: Hartmut Hess

    Rosige Zeiten erlebt jetzt der langjährige Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Rudolf Bender. Bei seiner Verabschiedungsfeier in der Villa Sommerach wurde Rosenwasser sowie Gelee, Butter und Frischkäse aus Rosen gereicht. Und im Ruhestand hat der Kolitzheimer künftig mehr Zeit, im großen Rosengarten seiner Gattin Christine Bender auszuspannen.

    Der für Unter-, Ober- und Mittelfranken zuständige BBV-Direktor Wilhelm Böhmer zeichnete in der Feierstunde die Laufbahn von Rudolf Bender nach und erinnerte daran, dass er im Alter von erst 23 Jahren Geschäftsführer in Karlstadt wurde, dann 1989 nach Kitzingen wechselte und dort seit 1992 Geschäftsführer war. Sein Name sei dafür gestanden, dass die Kitzinger Geschäftsstelle so gut organisiert ist, wie wenig andere in Bayern, was ein Verdienst seiner hervorragenden Arbeit war. Bender sei die Stellung des Bauernverbandes in der Politik und der Gesellschaft sehr wichtig und als langjähriger Personalrat sei ihm das Personal eine Herzensangelegenheit gewesen. Der stellvertretende BBV-Generalsekretär Günther Betz verdeutlichte seine Freude, bei der Verabschiedung des langjährigen Gesamtpersonalratsvorsitzenden dabei sein zu dürfen, nur lasse er ihn nicht gerne gehen. Er habe in seinem Wirken immer das Personal und den BBV im Ganzen gesehen und Meilensteine im Personalwesen gesetzt.

    Kreisobmann Alois Kraus und Kreisbäuerin Annette vom Berg-Erbar ließen in einem Dialog anklingen, dass Rudolf Bender noch gar nicht so alt aussehe, um in Ruhestand gehen zu dürfen. „Er hat sich nie in den Vordergrund und sich in den Dienst von uns Mitgliedern und ehrenamtlichen Funktionären gestellt“, erklärte Annette vom Berg-Erbar. Der Umwelt- und Naturschutzpolitiker Otto Hünnerkopf ging auf komplizierte Themen ein, die die landwirtschaftlichen Naturinteressen betroffen hätten und Rudolf Bender sei ein sachorientierter Vertreter des bäuerlichen Berufsstandes gewesen. Unterfrankens BBV-Präsident Stefan Köhler dankte Rudolf Bender für seine fruchtbare Arbeit und wünschte dem neuen Dienststellenleiter Wilfried Distler eine gute Hand.

    Sommerachs Bürgermeister Elmar Henke brach eine Lanze für die berufsständische Arbeit und bescheinigte Bender, viele positive Spuren zu hinterlassen. „Du hast immer sehr politisch denkend gehandelt und gearbeitet“, attestierte dem 63-Jährigen der örtliche Personalratsvorsitzende Wilfried Scheuring.

    „Ich gehe frohen Herzens, denn sie alle führen die Arbeit im Verband ja weiter“, resümierte Rudolf Bender. Sein Anspruch sei immer eine wertschätzende Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Mitarbeitern gewesen, „ich wollte nie im Vordergrund, aber präsent sein“, verriet der Hobby-Trachtentänzer. „Bleiben, sie aufmerksam, kämpferisch, mischen sie sich ein und seien sie Brückenbauer“, forderte er die Anwesenden auf.

    Wilhelm Böhmer schilderte die Strukturdiskussionen im BBV und die Entwicklung, dass der Kreisverband Kitzingen eigenständig bleibt und Benders Nachfolger nicht mehr ein Geschäftsführer, sondern ein Dienststellenleiter sein wird. Wilfried Böhmer wertete den geplanten Anbau an der Kitzinger Geschäftsstelle als Bekenntnis zum Standort Kitzingen. Als neuer Dienststellenleiter fungiert der Nenzenheimer Wilfried Distler, der seit 2003 beim BBV beschäftigt ist und zuletzt als Sachbearbeiter wirkte. „Kommen sie auf mich zu, meine Türe steht immer offen“, wandte sich der 42-Jährige an die geladenen Gäste.

    BBV-Kreisgeschäftsführer Rudolf Bender (vorne links) und seine Frau Christine Bender (vorne rechts) prosteten den geladenen Gästen zum Abschied zu. Foto: Hartmut Hess

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