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    Dettelbach

    Rumänienhilfe bittet um Geldspenden

    In der Caritas-Armenküche in Satu Mare können arme Menschen ein preisgünstiges Mittagessen einnehmen oder dieses auch mit nach Hause nehmen. Nur mit finanzieller Unterstützung ausländischer Partner – dazu zählt auch die Rumänienhilfe Karl aus Dettelbach – kann dieser essenzielle Dienst aufrecht erhalten werden.
    In der Caritas-Armenküche in Satu Mare können arme Menschen ein preisgünstiges Mittagessen einnehmen oder dieses auch mit nach Hause nehmen. Nur mit finanzieller Unterstützung ausländischer Partner – dazu zählt auch die Rumänienhilfe Karl aus Dettelbach – kann dieser essenzielle Dienst aufrecht erhalten werden. Foto: Ottmar Deppisch

    Seit 30 Jahren unterstützt die Rumänienhilfe Karl bedürftige Menschen in Rumänien mit Hilfsgütern. Die Corona-Pandemie zwang die Helfer nun zu einem Annahme- und Lieferstopp. Einzig mit Geldspenden ist derzeit Hilfe möglich.

    In Normalzeiten schickte die Rumänienhilfe Karl etwa alle zwölf Tage einen 40-Tonnen-Sattelzug voll beladen mit diversen Hilfsgütern zu den Partnern nach Siebenbürgen. Insbesondere Caritas und andere kirchliche Stellen übernahmen die Verteilung der Waren vor Ort. Diese Möglichkeit bricht nun weg und trifft vor allem die Ärmsten der Armen. Dabei wäre gerade jetzt die Hilfe nötiger denn je. Verschärft wird die Lage in dem Balkanland durch die Rückkehr von Hunderttausenden von rumänischen Staatsbürgern aus Italien und Spanien, die dort gearbeitet haben.

    Auf Grund der Pandemie musste die Caritas viele ihrer sozialen Einrichtungen schließen. „Selbstverständlich halten wir aber den Betrieb essenzieller Dienste wie etwa der Hauskrankenpflege oder der Sozialküchen aufrecht“, schreibt Caritasdirektor Janosch Roman aus Satu Mare. „Wir werden versuchen, auch in dieser schwierigen Zeit Menschen in Not zumindest unsere wichtigsten Hilfsdienste anzubieten.“ Und weiter beklagt er: „Erschwerend kommt hinzu, dass wir weder von den Bürgermeisterämtern noch vom Sozialministerium Subventionen für die Zeit erhalten, in der die Sozialeinrichtungen der Caritas geschlossen sind. Die Gehälter müssen aber natürlich weiterbezahlt werden.“

    Geldspenden werden komplett weitergeleitet

    Nach dem Wegfall der Hilfslieferungen bleibt der Rumänienhilfe nur die Möglichkeit, die Menschen und die Helfer in Rumänien finanziell zu unterstützen. Die Mittel dafür sind jedoch begrenzt. Im Schnitt konnten zuletzt jährlich circa 50 000 Euro für soziale Projekte überwiesen werden. In Krisenzeiten mit ausbleibenden Hilfsgütern sind Geldspenden umso wichtiger.

    Deshalb rufen Elmar Karl und seine Mitstreiter nun zu verstärkten Geldspenden auf das Konto der Rumänienhilfe Karl auf. „Geldspenden werden von uns zu hundert Prozent für soziale Arbeit an unsere Partner in Rumänien weitergeleitet“, sagt Karl. „Wir haben keinen geldfressenden Verwaltungsapparat, jeder eingehende Cent kommt bei den richtigen Stellen an und hilft dort ein Stück weit die größte Not zu lindern.“

    Spendenkonto: Katholische Kirchenstiftung Bibergau – Rumänienhilfe, IBAN: DE75 7919 0000 0600 4504 56, BIC: GENODEF1KT1 (VR Bank Kitzingen)

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    Ottmar Deppisch

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