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    KITZINGEN

    San Francisco nach 1500 Tagen

    Der Tacho zeigt 24 849 Kilometer an, als die Kitzinger Weltumradler Annika Wachter und ihr Freund Roberto Gallegos Ricci einen weiteren Meilenstein geschafft haben: Vor ihnen liegt San Francisco. Die Fahrt zuvor durch den Norden Kaliforniens hatte es in sich gehabt: Das Land leidet unter einer großen Dürre. Kein schönes Bild: Kühe und Schafe stehen auf Staubfeldern, die Büsche sind verkommen, oft gibt es nichts als schroffe Felsen und braune Felder. In manchen Restaurants, so schreibt Annika in ihrem Reiseblog, gibt es nur Plastikbesteck, um Wasser für den Abwasch zu sparen. Spätestens auf der Golden-Gate-Brücke in San Francisco fällt der Stress der letzten Tage ab. Zeit für eine Zwischenbilanz:

    Frage: Wo genau seid Ihr gerade?

    Annika Wachter: In Monterey, Kalifornien, in einem Café.

    Wie waren die vergangenen Wochen für Euch?

    Wachter: Überraschend sonnig. Wir haben unglaublich viele andere Radler getroffen, was eine klasse Abwechslung war. Für knapp zwei Wochen sind wir im Viererteam geradelt mit zwei netten Tätowierern aus San Francisco.

    Gab es auch etwas, das gar nicht gut gelaufen ist?

    Wachter: Heute Nacht hat es zum ersten Mal seit langem in Kalifornien geregnet. Der Boden ist ausgetrocknet und kann das Wasser nicht gut aufnehmen. Jetzt sitzen wir in einem Café und suchen online nach Übernachtungsmöglichkeiten, weil außerdem noch eine Erkältung im Anmarsch ist. Die Gegend hier ist aber einfach zu schön, um sie bei Regen nicht genießen zu können.

    Seit wie vielen Tagen seit Ihr unterwegs?

    Wachter; Gestartet sind wir am 7. September 2011 – das macht vier Jahre und knapp zwei Monate, etwa 1500 Tage.

    In Kilometern heißt das aktuell?

    Wachter: 25 065 plus das, was wir heute morgen geschafft haben. Der Tacho ging wegen der Nässe nicht.

    25 000 Kilometer – erstaunen Euch die Zahlen manchmal selber?

    Wachter: Jeden Tag.

    Wie haltet Ihr Kontakt zur Heimat?

    Wachter: Per Mail, Skype und neuerdings auch WhatsApp.

    Wie geht's bei Euch weiter?

    Wachter: Immer schön gen Süden. Die Westküste ist wirklich wunderschön. Und es sind keine 1000 Kilometer mehr bis zur mexikanischen Grenze.

    Wo seid Ihr Weihnachten und Neujahr?

    Wachter: In Mexiko bei Robertos Familie, die sich alle schon wahnsinnig auf uns freuen. Und wir uns genauso!

    Dass unsere Räder immer noch halten . . .

    Wachter: Wundert mich. Vor allem wenn ich meines mit den der anderen Radler vergleiche. Wir versuchen regelmäßiger zu ölen, alles zu überprüfen und die Bremsen zu checken.

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