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    Marktbreit

    Sanierung des Marktbreiter Kindergarten wird teurer

    "Kahl", so werden die beiden Spielplätze im Baugebiet Ohrenberg, hier bei der Einweihung 2016 mit Bürgermeister Erich Hegwein, bezeichnet. Der CSU-Ortsverband möchte nun Bäume spenden, was nur mit Auflagen möglich ist. Foto: Robert Haaß

    Die Sanierung des evangelischen Kindergartens in Marktbreit wird schon wieder teurer: Jetzt sind es die Schlosserarbeiten, hier vor allem die Fluchttreppe in Stahl, die mit knapp 200 000 Euro anstelle der kalkulierten rund 140 000 Euro kosten wird. Das Problem bei der Sanierung in dem alten Haus: Es gibt immer wieder Unwägbarkeiten. Hier ist es nun die Außentreppe, die aus Brandschutzgründen ein Stockwerk höher als geplant ausgeführt werden muss. Zudem soll sie, so will es die Gestaltungssatzung, schwarz gestrichen werden, was alleine 15 000 Euro kostet. Auch wenn einige der Mitglieder am Dienstagabend mit den Mehrkosten haderten, am Ende gab es zwei Gegenstimmen zur Vergabe des Auftrags an die Firma Rupp aus Sonnenberg.

    Weitere Themen im Gemeinderat waren:

    - Eine Gegenstimme, dazu noch von einem SPD-Mitglied, gab es zum Antrag der AWO, das Restaurant mit Bar und Billardzimmer des Inn-Hotels nun auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die dafür nötigen rund 40 Stellplätze kann das Hotel nachweisen, offen ist nur noch die Zufahrt. Warum das Ratsmitglied gegen diese Nutzungsänderung, die ohne Umbaumaßnahmen erfolgt, stimmte, blieb im Dunkeln.

    - Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Ein halbes Jahr vor den Kommunalwahlen möchte der CSU-Ortsverband für die beiden Spielplätze im Baugebiet Ohrenberg je einen Baum als Schattengeber spenden. Dazu ist die Zustimmung der Stadt nötig. Der Bauausschuss stimmte zu, allerdings unter Auflagen: Die Bäume dürfen keine Früchte tragen, sollen keine Insekten anlocken, sollen nichts mit Stacheln zu tun haben und wenig Laub werfen. Ein Landschaftsgärtner soll zu Rate gezogen werden - vielleicht wären Schirme einfacher.

    - Keine Bäume und weiteres Grün wiederum wollen die Räte in der zu sanierenden Badgasse in Gnodstadt. Denn dort ist es eng und dunkel. Prinzipiell soll das Muster der anderen Gnodstadter Nebenstraßen aufgenommen werden, mit Teerdecke und geschnittenen Kleinpflaster zu den Grundstücken hin.

    - Die Firma Bäuerlein darf auf ihrem Gelände am Baggersee einen Trockenplatz anlegen. Dort sollen die Reste vom Kieswaschen gelagert und wenn das Wasser abgelaufen ist, wiederverwertet werden. Da das Material sehr flüssig ist, entsteht kein großer Haufen.

    - Das untere Tor des Friedhofs in Marktbreit muss wieder einmal saniert werden. Das Eisentor hat vor allem an der Unterseite starke Rostschäden, ein neues Tor wäre nur unwesentlich teurer, als die Sanierung und würde auf Dauer eine Lösung bringen. Denn der Rost ist im Metall und kommt immer wieder hervor. Damit ist allerdings das Landesamt für Denkmalpflege nicht einverstanden. Es drängt auf eine Sanierung. Womit wiederum die Bauausschussmitglieder hadern - es soll noch einmal gesprochen werden.

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