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    Albertshofen

    Sanitärarbeiten zu vergeben: Keine Angebote

    Viele Kommunen bekommen derzeit die Folgen der Hochkonjunktur im Handwerk zu spüren. So erging es auch dem Albertshöfer Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, was die Auftragsvergaben für Sanierungsarbeiten an der Gartenlandhalle betraf. Denn nach der Ausschreibung hatte keine Firma ein Angebot für die Sanitärarbeiten abgegeben, weshalb keine Auftragsvergabe möglich war. Jetzt können die Sanitärarbeiten freihändig vergeben werden und Bürgermeister Horst Reuther will jetzt einen Sonderweg finden.

    Denn Horst Reuther hat schon bei der einheimischen Firma Busigel vorgesprochen, die zugesichert habe, im Extremfall die nötigsten Aufgaben zu übernehmen. Dazu würden dann die Bauhofmitarbeiter einige Arbeiten übernehmen. Daneben will sich der Bürgermeister noch an die Firma Bechert Haustechnik aus Schweinfurt wenden, da die Firma den Auftrag für die Gewerke Heizungsbau und Lüftungsinstallation bekam. Dabei will Horst Reuther ausloten, ob die Firma Bechert eventuell auch die Sanitärarbeiten mit übernehmen könnte. Die Firma Bechert erledigt die Lüftungsinstallation zum Angebotspreis von 184 421 Euro, was ziemlich genau der Kostenschätzung entspricht. Auch die Heizungsbauarbeiten führt die Firma Bechert für 57 679 Euro aus, was über 12 000 Euro über der Kostenschätzung liegt. Die Arbeiten der Gebäudeautomation erledigt die Firma Regula aus Würzburg als wirtschaftlichster Anbieter für 58 686 Euro. Das wirtschaftlichste Angebot von 7339 Euro bescherte der Firma Göbel aus Würzburg den Auftrag für die Fliesenarbeiten. Die Putz-, Maler- und Trockenbauarbeiten wird die Firma Neubeck aus Volkach für 52 350 Euro ausführen, dabei wurde die Kostenschätzung des beauftragten Architekturbüros um über 34 000 Euro unterschritten.

    Weitere Themen im Rat waren:

    Die Ratsrunde behandelte die Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben wegen der Sanierung von Kanal, Wasserleitung und Fahrbahn in der Friedrich-Hiller-Straße. Die Verwaltung soll bis ins Jahr 1992 zurück alle Gelder ermitteln, mit denen die Bürger belastet wurden. Anhand einer Pro-Kopf-Belastung könnte dann eine Härtefallregelung dazu führen, dass staatliche Zuschüsse fließen.

    Der Gemeinderat war offen für den Antrag der Weinfestgemeinschaft zur Kostenbeteiligung bei der Anschaffung von Kühlschränken. Die Ratsmitglieder beschlossen, 90 Prozent der Kosten, aber maximal 1500 Euro Zuschuss zu gewähren.

    Der Bürgermeister gab bekannt, dass ab dem Jahresbeginn 2020 kein Personal der VR Bank Kitzingen mehr in der Filiale vor Ort sein wird.   

    Da der Freistaat Bayern die Straßenausbaubeiträge für die Bürger abgeschafft hat, hob die Ratsrunde jetzt auch die Albertshöfer Straßenausbaubeitragssatzung auf.

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