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    Kitzingen

    Scharf auf Edel-Klamotten: Mutter und Tochter auf Diebestour

    Aus dem Gericht: Treibende Kraft des Duos war die Mutter. Gemeinsam ließen sie aus einem Geschäft in Kitzingen hochwertige Damenbekleidung für fast 1300 Euro mitgehen.
    Aus einem Modegeschäft in Kitzingen haben Mutter und Tochter Kleidungsstücke für fast 1300 Euro gestohlen. Dafür stand jetzt auch die 34-jährige Tochter vor Gericht, nachdem deren Mutter bereits vor einigen Wochen verurteilt worden war. (Symbolbild)
    Aus einem Modegeschäft in Kitzingen haben Mutter und Tochter Kleidungsstücke für fast 1300 Euro gestohlen. Dafür stand jetzt auch die 34-jährige Tochter vor Gericht, nachdem deren Mutter bereits vor einigen Wochen verurteilt worden war. (Symbolbild) Foto: Martin Schutt, dpa

    Gemeinsam haben Mutter und Tochter im Mai 2018 ein Fachgeschäft für Damenmode in Kitzingen heimgesucht. Sie haben um die Mittagszeit hochwertige Damenbekleidung im Wert von 1267 Euro mitgehen lassen. Nach der Mutter stand jetzt auch die Tochter vor Gericht und kam mit einer Geldstrafe davon.

    Damen legten Diebstahlserie hin

    Die Mutter war wohl die treibende Kraft und war vor einigen Wochen in Kitzingen zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden und hatte Bewährung bekommen. Dabei war der schwere Diebstahl gemeinsam mit der Tochter vom Mai in Kitzingen nur einer von vielen Anklagepunkten. Die 58-Jährige hatte gemeinsam mit einer Bekannten, die im gleichen Verfahren zu 14 Monaten verurteilt worden war, im August 2018 eine regelrechte Diebstahlserie hingelegt. Die beiden hatten mindestens fünf Fachgeschäfte in Kitzingen und Neustadt an der Aisch hochwertige Ware mitgenommen, ohne zu bezahlen. Das Duo wurde geschnappt, die Beute sichergestellt und an die  Geschäfte zurückgegeben.

    Diese schweren, weil gemeinschaftlich begangenen Diebstähle, summierten sich am Ende auf die 18 Monate Freiheitsstrafe für die 58-Jährige. Eine der Auflagen für die Bewährung damals: Die Frau muss den noch offenen Schaden in Kitzingen wiedergutmachen. Die Kleider, darunter Hosen, Jacken und Shirts in unterschiedlichen Größen sind nie mehr aufgetaucht. Seither überweist die Hartz IV-Empfängerin monatlich 25 Euro an die Inhaberin des Kitzinger Modegeschäftes.

    Einspruch reduziert Geldstrafe

    Jetzt war der zweite Teil des Verfahrens vor dem Amtsgericht schnell vorbei. Die Tochter hatte für den gemeinsamen Auftritt im Mai einen Strafbefehl bekommen und Einspruch eingelegt. Damit kam es zu einem Verfahren vor dem Amtsgericht, das aber schnell vorbei war. Der Einspruch wurde mit Hinweis auf die knappen Einkommensverhältnisse der 34-Jährigen, die wie die Mutter von Hartz IV lebt, auf die Höhe der Tagessätze beschränkt. Das Gericht reduzierte den Tagessatz auf 20 Euro. Damit bleibt es bei einer Geldstrafe, deren Höhe durch den Einspruch nach unten korrigiert wurde. Die genaue Höhe der Strafe und damit die Anzahl der Tagessätze wurde mit dem Hinweis auf die Vertraulichkeit des Strafbefehls nicht genannt.

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