• aktualisiert:

    Marktbreit

    Schleckermarkt: Stadtrat ringt um beste Lösung

    Im Erdgeschoss des ehemaligen Schleckermarktes, hier als Ausstellungsfläche bei Artbreit genutzt, könnte künftig eine gastronomische, eine gewerbliche oder eine Nutzung als Parkplatz Einzug halten. Foto: Robert Haaß

    Es kann noch einige Jahre dauern, bei günstiger Prognose vielleicht bis Ende 2022. Dann könnten aber doch die ersten Mieter in das Anwesen Ochsenfurter Straße 7 Einzug halten. Weitere Weichen dazu stellte der Marktbreiter Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, als er die ersten Pläne des Ingenieurbüros Küster vorgestellt bekam und weitgehend gut hieß. Wenn denn alles so kommt, wie geplant, werden bis dahin auch gut drei Millionen Euro in das Projekt geflossen sein.

    Es liegt mitten in der Altstadt, ist weitgehend eingebaut und hat deshalb auch schwierige Lichtverhältnisse: Das seit einigen Jahren städtische Haus in der Ochsenfurter Straße, das einst den Schlecker-Markt beherbergte. Insgesamt neun Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss, diese Planung gefiel den Räten unisono, da gab es auch gar keine Diskussion. Das fällt Zuschussmäßig zudem unter die Wohnbauförderung und kann bis zu 80 Prozent staatliche Förderung bekommen.

    Für Diskussion sorgte dann allerdings das Erdgeschoss. Für eine Wohnnutzung ungeeignet, alleine schon wegen der dafür nötigen natürlichen Belichtung, schlug der Planer, gemäß den bisherigen Vorgaben, Gewerbe oder Gastronomie vor. Dazu zwei Garagenplätze für die beiden behindertengerechten Wohnungen in den oberen Geschossen.

    Baubeginn im Frühjahr 2021

    Und bei den Parkplätzen erhitzten sich denn auch die Gemüter. Denn, so Volker Iglhaut: "Ohne Stellplätze kann heute in der Altstadt keine Wohnung mehr vermietet werden." Zwar gibt es vor dem Haus ein paar dieser Plätze, doch nicht ausreichend für neun Wohnungen. Und ob die nahe gelegenen städtischen Stellplätze in der Ochenfurter Straße als Alternative dienen können, zweifelte nicht nur Iglhaut an.

    Die nächste Alternative: Eine Parkgarage im Erdgeschoss. Zwar vom Planer skeptisch gesehen, da die Gebäudekonstruktion nur beengtes Ein- und Ausfahren möglich macht, bekam er dennoch den Auftrag, dies zu prüfen. Ansonsten solle er mit der Detailplanung des Vorschlags fortfahren, damit im kommenden Jahr noch die Ausschreibung für die Bauleistungen und der Baubeginn dann im Frühjahr 2021 erfolgen kann.

    Wohnmobilstellplatz erweitern?

    Mehr Grün in die Altstadt, das ist ein Antrag Marktbreiter Bürger zusammen mit dem Heimatverein vom Mai 2019. Dazu wurden Stellungnahmen der Verkehrsbehörden und des Städteplaners eingeholt, die sich aber grundsätzlich gegen das Aufstellen von Pflanzbehältern aussprachen. Dennoch wollen die Räte handeln und bei einem Ortstermin geeignete Stellen für Begrünungsmaßnahmen ausgucken, unter Beteiligung des Städteplaners und der Verkehrsbehörde. Grundsätzliche Bedenken kamen von Hans-Martin Hoffmann, der die Behältnisse als "Fußangeln" bezeichnete und von Alexander Mader, der dadurch mehr Personal im Bauhof befürchtet.

    Der Wohnmobilstellplatz ist so stark frequentiert, dass auch Parkplätze in der Nähe von den großen Fahrzeugen genutzt werden. Harald Damm regte an, zu prüfen, ob der vorhandene und kostenpflichtige Platz erweitert werden kann.

    Mit der Sanierung des Schlosshofes, Pläne dafür liegen längst vor, wird es in absehbarer Zeit wohl nichts werden. Das gab Zweiter Bürgermeister Herbert Biebelriether auf Nachfrage eines Bürgers zu. Denn die Frage der Unterbringung der Müllcontainer der Schlossgastronomie ist in einer neuen Lösung wohl nicht befriedigend zu lösen.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!