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    Segnitz

    Segnitzer planen neue Verkehrsregelung für Ortsdurchfahrt

    Noch fehlt die letzte Asphaltschicht, aber bald kann der Verkehr wieder durch die Segnitzer Ortsdurchfahrt fließen. Unklar ist noch, wie der Durchgangsverkehr gemindert werden kann. Foto: Regina Sterk

    Mehr als doppelt so viele Zuhörer wie Gemeinderäte waren am Dienstag ins Segnitzer Rathaus gekommen. Der Grund dafür war das Thema "Verkehrsregelung Ortsbereich Segnitz" ganz oben auf der Tagesordnung. Die neu gestaltete Ortsdurchfahrt steht kurz vor der Fertigstellung, in drei Wochen wird die oberste Asphaltschicht aufgetragen. Schon jetzt sehen die gepflasterten Gehwege und Pflanzbeete harmonisch aus. Ungeklärt ist jedoch, wie künftig der Verkehr durch den Ort geleitet werden soll.

    Die Segnitzer möchten den Durchgangsverkehr aus dem engen Ortskern heraushalten, zu wenig werde die Umgehungsstraße genutzt. Im Gespräch war etwa eine Regelung als Einbahnstraße oder die Option, die gesamte Ortsdurchfahrt als verkehrsberuhigte Zone zu deklarieren. Wie das praktisch umgesetzt werden kann, dafür haben sich die Räte zuvor nichtöffentlich mit einem Experten beraten. Die zahlreichen Anwohner, die in der Sitzung waren, wünschten sich, mehr in die Entscheidung eingebunden zu werden.

    Anwohner sollen einbezogen werden

    Gedanken haben sich die meisten von ihnen nämlich schon gemacht, haben aber das Gefühl nicht gehört zu werden. "Bitte entscheidet nicht über unsere Köpfe hinweg, sondern bindet die Anwohner in den Prozess mit ein", forderte Richard Tröge, der im Altort wohnt. Bürgermeisterin Marlene Bauer zeigte sich grundsätzlich offen für Vorschläge der Anlieger. Zugleich betonte sie aber, dass zunächst rechtliche Fragen geklärt werden müssten. "Was wir wollen ist nicht immer das, was wir dürfen", erklärte sie. Es sei in Kürze noch ein Ortstermin geplant, erst danach würden konkrete Entscheidungen getroffen.

    Gemeinderat Michael Hecht schlug vor, dass die Anwohner ihre Wünsche zusammen formulieren und dann der Gemeinde vorstellen sollten. Dann könne geprüft werden, was rechtlich machbar wäre. Schließlich wurde entschieden, dass eine Anwohnerversammlung anberaumt wird, um das Thema zu besprechen. Diese findet am Mittwoch, 9. Oktober, um 17 Uhr, in der Alten Schule statt. Außerdem legten die Räte fest, dass die vier Straßenleuchten in der Mainstraße nicht wie geplant auf der Mainseite, sondern gegenüber am Gehweg installiert werden sollen.

    Zusätzliche Investitionen für Straßenleuchten

    In der Rathausstraße werden zudem zwei zusätzliche Lampen eingebaut, die Notwendigkeit dafür wurde erst jetzt festgestellt. Die Kosten für alle sechs Lampen belaufen sich auf circa 15 000 Euro. Der Ausbau der Brückengasse und der Seitengasse der Rathausstraße wird dagegen erst im nächsten Bauabschnitt ausgeschrieben, da sonst die Ausgaben für den laufenden Abschnitt überschritten würden, hieß es weiter. Gleiches gilt für die geplanten Brunnen an der Kirche und in der Rathausstraße.

    Die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses lässt weiter auf sich warten. Die Räte beauftragten die Akustikdecke für den großen Saal und die Reinigung der Rohre der Lüftungsanlage. Aufgrund der verhältnismäßig langen Liegezeit waren sie stark verschmutzt. Die Kosten trägt die Gemeinde nicht allein, die verursachenden Firmen sollen dafür auch herangezogen werden. Die Außenanlagen müssen neu ausgeschrieben werden, informierte die Bürgermeisterin.

    Weinbergsbewässerung mit dem Nachbarn

    Die Nachbargemeinde Sulzfeld möchte ein mögliches Konzept zur Weinbergsbewässerung erarbeiten lassen, um die niederschlagsarmen Sommer ausgleichen zu können, erfuhren die Gemeinderäte. Im betroffenen Gebiet liegen auch Segnitzer Weinberge, deshalb kam die Anfrage, ob sich die Gärtnergemeinde an dem Projekt beteiligen möchte. Dabei werden die Planungskosten zu 75 Prozent gefördert, der Rest kann unter den betroffenen Grundstückseigentümern aufgeteilt werden. Die Winzer sind mit dem Projekt einverstanden, hieß es. Nun braucht es den offiziellen Auftrag der Gemeinde. Die Räte zeigten sich damit einverstanden.

    Für die Kirchweih 2020 erteilten die Räte der Schaustellerfamilie Schramm wieder die Erlaubnis, den Rummelplatz zu betreiben. Zugleich wurde festgelegt, dass die Gemeinde auf die Standgebühr verzichtet und außerdem die entstandenen Energiekosten übernimmt. Dafür gibt es Freikarten für die Kindergartenkinder. Zugleich betonte die Bürgermeisterin, dass am Sonntagnachmittag eine Bewirtung durch den Kindergartenverein stattfinden soll. Dies war in den letzten Jahren bereits üblich und zog auch Besucher an. "Wir wollen die Kirchweih unbedingt erhalten und freuen uns sehr über das Engagement der Vereine", betonte Marlene Bauer.

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