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    Markt Einersheim

    So plant Markt Einersheim den Krippenanbau am Kindergarten

    Am Markt Einersheimer Kindergarten ist ein Anbau für zwei Krippengruppen geplant. Foto: Hartmut Hess

    Die Marktgemeinde Markt Einersheim ist gefordert, dem Bedarf an Plätzen für Kindergarten- und Krippenkinder gerecht zu werden, weshalb ein Anbau unumgänglich wird. Jetzt präsentierten die Planer des beauftragten Architekturbüros Reeg und Spieler aus Bad Windsheim den Beteiligten der Binnwer'schen Stiftung als Kindergartenträger, Bürgermeister Herbert Volkamer und seinem Stellvertreter Gerd Fuchs, Vertretern des Landratsamts und Dekan Ivo Huber bei einem Ortstermin am Mittwoch das Grobkonzept. In der Ratssitzung am Abend fand das Konzept ebenfalls Anklang.

    In Markt Einersheim gibt es aktuell einen Bedarf von 30 Krippenplätzen, vorhanden sind aber nur zwölf reguläre Krippenplätze und zehn auf ein Jahr befristete Notplätze, sodass immer noch acht Plätze fehlen. Deswegen hatte die Ratsrunde sich bereits darauf verständigt, schnellstmöglich einen Anbau umzusetzen.

    In Verlängerung dieser Giebelfront am Kindergarten soll ein Anbau für zwei Krippengruppen entstehen. Foto: Hartmut Hess

    Der 270 Quadratmeter große Anbau soll in östlicher Richtung zum Sportplatz hin am Haus für Kinder "Zum guten Hirten" angebaut werden. Darin werden zwei Krippengruppen als Flachbau entstehen, für rund 500 000 Euro. Auch die Sanitäranlagen im Bestand werden erneuert, dafür sind rund 160 000 Euro aufzuwenden. "Dieser Anbau ist eine wichtige Zukunftsinvestition für uns als Gemeinde", betonte Herbert Volkamer und erntete Zustimmung im Ratsgremium. Auf Basis des befürworteten Grundkonzepts wird das Büro Reeg und Spieler die Planungen vorantreiben und die Verwaltung wird die Förderanträge auf den Weg bringen. Wenn eine Detailplanung mit exakten Kosten auf dem Tisch liegt, dann wird sich zeigen, welche Zuschüsse fließen und welchen Eigenanteil die Gemeinde stemmen muss.

    Fritsch-Insolvenz sorgte für Unsicherheit

    Herbert Volkamer nutzte die erste Ratssitzung des Jahres außerdem, um auf wichtige Aufgaben und Ereignisse des vergangenen Jahres einzugehen. Seit das Unternehmen Fritsch Insolvenz angemeldet und das Unternehmen Multivac den Bäckereimaschinenhersteller übernommen habe, herrschten Angst und Unsicherheit bei den Mitarbeitern und der Marktgemeinde. "Wir werden alles in unseren Möglichkeiten stehendes unternehmen, um Fritsch in unserer Region zu halten", versicherte Volkamer.

    Ansonsten habe sich Markt Einersheim positiv entwickelt, ob mit dem generalsanierten Terrassenbad, dem Vogelsang-Balkon als magischen terroir f-Punkt, dem Schenk-Carol-Wanderweg oder dem neuen Internet-Auftritt der Gemeinde. "Für mich wurde ein lang gehegter Wunsch wahr mit der Einweihung der Diakoniestation mit der Tagespflegeeinrichtung", sagte der Bürgermeister und nannte die Weihe des neuen Feuerwehr-Löschfahrzeugs als weiteren Höhepunkt 2019.  

    Wasserpreis steigt nicht trotz Mehrkosten

    Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister für das direkt ans Rathaus angrenzende Anwesen Marktplatz 1, das die Gemeinde erwerben will. Denn der im Amt für ländliche Entwicklung zuständige Abteilungsleiter Jürgen Eisentraut hat der Gemeinde schriftlich zugesagt, den Erwerb mit Erhalt und Umnutzung zu fördern. Denn das Amt sieht es als seine Aufgabe, Projekte in Ortskernen zu unterstützen und das Vorhaben passt prima in die verabschiedete Vereinbarung zwischen dem Amt und der Gemeinde "Innen statt Außen".

    Obwohl die Fernwasserversorgung Franken den Wasserabgabepreis zum 1. Juli 2020 anhebt und sich die Mehrkosten für die Gemeinde auf rund 4000 Euro belaufen, belässt die Gemeinde den Wasserpreis für ihre Bürger auf dem bisherigen Niveau. Dadurch will sie einen Mehraufwand für die Bürger und die Verwaltung vermeiden und erst mit der Neukalkulation der Wassergebühren im kommenden Jahr eine Preiskorrektur vornehmen.

    Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die Gemeinde für ihren Aufwand für Wertstoffabfälle über das Landratsamt den Betrag von 1842 vom Dualen System Deutschland zurückerstattet bekommt.    

     

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