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    Sommerach

    Sommeracher Ratssitzung im Zeichen der Corona-Pandemie

    Der St. Georgs-Brunnen im Ortszentrum der Winzergemeinde Sommerach soll saniert werden. 

Ein denkmalpflegerischer Antrag wird gestellt. Dies beschlossen die Sommeracher Ratsherren in ihrer jüngsten Sitzung.
    Der St. Georgs-Brunnen im Ortszentrum der Winzergemeinde Sommerach soll saniert werden. Ein denkmalpflegerischer Antrag wird gestellt. Dies beschlossen die Sommeracher Ratsherren in ihrer jüngsten Sitzung. Foto: Martha Braun

    Unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften anlässlich der Corona-Pandemie fand die Rats- Sitzung in Sommerach im Bürgersaal des Rathauses statt. Hier konnten die erforderlichen Abstände zwischen den Teilnehmern eingehalten werden.

    Ferner wurden nur Tagesordnungspunkte behandelt, die zeitnahe zur Entscheidung anstanden. So hatte das Gremium über vier Bauanträge für den Neubau von Einfamilienhäusern sowie zwei Bauvoranfragen zur Errichtung von gewerblichen Hallen und des Umbaus des ehemaligen Fährerhauses zu beschließen. Darüber hinaus beabsichtigt die Gemeinde Sommerach, den historischen Ortsbrunnen zu sanieren und stellte dazu einen denkmalpflegerischen Antrag. Für alle Bauvorhaben erteilte der Gemeinderat grünes Licht und soweit wie möglich entsprechende Befreiungen.

    Die Errichtung des geplanten Projekts "Mehrgenerationenwohnen im Quartier Winzerstraße" soll im Zuge eines Architektenwettbewerbs stattfinden, teilte Bürgermeister Henke mit. Der Förderbescheid der Regierung von Unterfranken mittels Städtebauförderung liegt hierzu mittlerweile vor. Als stimmberechtigte Sachpreisrichter sollen auf Vorschlag des Gemeinderats der Erste, Zweite und Dritte Bürgermeister fungieren.

    Bürgermeister Elmar Henke berichtete, dass die Auslobung erstellt ist und in wenigen Tagen an einschlägige Büros versandt wird. Die Vorstellung der ausgewählten Architekturbüros, voraussichtlich im Herbst 2020, erfolgt unter Teilnahme der Bevölkerung.

    ILE Mainschleife gründen

    Befürwortet wurde auch die Gründung des Projektes "Interkommunale Zusammenarbeit" im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE). Zukünftig bilden die Stadt Volkach, die Gemeinden Sommerach, Nordheim, Wipfeld, Schwanfeld, Kolitzheim sowie der Markt Eisenheim die ILE Mainschleife. Die Kosten betragen 0,25 Euro je Einwohner pro Quartal.

    Nach Anhörung der Bauhofmitarbeiter entschied der Gemeinderat die Neuanschaffung eines Kommunalschleppers. Hierzu lagen dem Gremium sechs Angebote vor. Besonderer Schwerpunkt bei der Auswahl des Traktors war die Umweltbelastung und die Abwägung bezüglich der technischen Handhabung des Schleppers. Das wirtschaftlichste Angebot legte die Firma Schmitt aus Sommerach, vor. Unter Rückgabe des bisherigen Kommunalschleppers bleibt eine Kostenbelastung von 48 300 Euro, teilte der Gemeindechef mit. Bei der Neuanschaffung handelt es sich um die Marke Deutz-Fahr mit einer Leistung von 113 PS.

    Für die Reaktivierung der Mainschleifenbahn für den regulären ÖPNV/SPNV (voraussichtlicher Betriebsbeginn 1. Januar 2026) bedarf es trotz des guten Ausbauzustandes der Strecke umfassender Bau- und Sanierungsarbeiten. Dies gilt insbesondere für die Bahnhaltepunkte, die Bahnübergänge und die erforderlichen Weichen am Bahnhof Seligenstadt. Während für die Verkehrsanbindung und Park & Ride-Plätze die Gemeinden (Stadt Volkach, Markt Eisenheim, Gemeinde Prosselsheim) zuständig sind, muss für die Ertüchtigung der Infrastruktur eine neue Gesellschaft gegründet werden, so Henke.

    Da die Schienenstrecke in etwa jeweils zur Hälfte in den beiden Landkreisen Würzburg und Kitzingen verläuft, werden auch die Gesellschaftsanteile der neuen Gesellschaft dementsprechend verteilt. Die Einbindung der drei betroffenen Gemeinden und des Fördervereins-MSB ist sinnvoll. Da die Gemeinde Sommerach Mitglied im Förderverein-MSB ist, ist man somit bei der Neugründung der Infrastrukturgesellschaft Mainschleifenbahn mittelbar betroffen.

    Das Architekturbüro Heine, Volkach, schrieb die Baumeisterarbeiten für den Umbau und die Erweiterung des Kindergartens Sommerach beschränkt an 24 Firmen aus. Zum Submissionstermin am 25. Februar gaben laut Henke sechs Firmen ein Angebot ab. Die geprüften Angebotssummen bewegen sich zwischen 295 888  und 398 565  Euro. Das wirtschaftlichste Angebot legte die Firma Schmück GmbH & Co. aus Bad Kissingen, zum Angebotspreis von 295 888,50 Euro (brutto) vor. Der Angebotspreis liegt im Rahmen der Kostenberechnung, informierte der Bürgermeister.

    Weitere Punkte im Gemeindrat

    • Laut Bürgermeister Elmar Henke hat die Künstlerin Petra Markert einen Vorschlag für die Gestaltung einer Stele am Schwarzacher Tor vorgelegt. Darüber soll in einer späteren Sitzung entschieden werden.

    • Ein Merkblatt zum Umgang mit der Corona-Krise wird an die Einwohner weitergegeben, teilte der Gemeindechef mit. An Bestattungen dürfen bis auf Weiteres nur maximal 15 Personen teilnehmen. Bei Trauungen gibt es aufgrund der aktuellen Situation klar umrissene Einschränkungen.

    • Die Verwaltung arbeitet – wie auch der Bauhof – bis auf Weiteres mit halbem beziehungsweise reduziertem Personal.

    • Im Pastoralen Raum Sankt Benedikt finden bis auf Weiteres keine Gottesdienste mehr statt (nur noch im Internet), informierte Henke.

    • Ein Antrag der Gemeinde auf Waldpflanzung wurde wegen des ökologisch wertvollen Waldrandes abgelehnt.

    • Die Sparkasse Mainfranken hat 1000 Euro als Spende an den Sommerach Kindergarten überwiesen.

    • Die Bürgerversammlung vom 2. April muss abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden.

    • Der Sportverein hat zusammen mit dem Burschenverein wegen der Corona-Krise das Projekt Nachbarschaftshilfe angestoßen. Auch einige Einzelpersonen haben sich zur Mitwirkung bereit erklärt. Im nächsten Informations-Service der Gemeinde sollen die näheren Modalitäten der Bevölkerung mitgeteilt werden (zum Beispiel Namen, Telefonnummern, rechtliche Vorgaben und mehr).

    • Schließlich gratulierte der Bürgermeister allen, die bei der Kommunalwahl am 15. März gewählt wurden und bedankte sich ausdrücklich bei den Wahlhelfern. Ein besonderer Dank galt den örtlichen Obstbauverein für die Neupflanzung der Birnensorte "Großer Katzenkopf" die unter Anleitung von Jonas Braun vom Landschaftspflegeverband Kitzingen erfolgte.

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