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    PRICHSENSTADT

    Standpunkt: Ehrenamtliche bekommen Knüppel zwischen die Beine

    Immer wieder wird das Ehrenamt von Politikern hochgelobt und allzu oft hat man die „Ehrenämtler“ gerade von dieser Seite im Regen stehen lassen. Vor allem der elendige Papierkrieg, die unsäglichen Vorschriften rauben Zeit und Energie, und nicht selten stehen Verantwortliche mit einem Bein im Gefängnis. Kommt man von der Arbeit heim, wartet die Familie und dahinter steht noch der Verein. Alle haben Anspruch auf Zuwendung.

    Übereinander statt miteinander geredet

    Viel wurde in Prichsenstadt zuletzt übereinander und nicht miteinander geredet. Die Knüppel, die dem ehemaligen Vorsitzenden Thomas Uhl in die Beine geworfen wurden, haben keine nähere Bezeichnung bekommen. Man weiß nicht, wie sie aussahen und dennoch muss es ein großer Haufen gewesen sein. Einen so heiß geliebten Verein gibt man nicht so einfach auf.

    Vielleicht ist es auch besser, in der Öffentlichkeit keine näheren Angaben über diese Knüppel zu machen. So ist es vielleicht einfacher, in Zukunft nicht übereinander, sondern miteinander zu reden. Erste Anzeichen dafür gab es unmittelbar nach der Versammlung in Prichsenstadt, als Bürgermeister René Schlehr und Teile der TSV-Vorstandschaft miteinander diskutierten.

    Viele Mitglieder ließen sich nicht blicken

    Noch etwas ist bei der Versammlung aufgefallen: Der überwiegende Teil der anwesenden Mitglieder war in einem gehobenen Alter; nur vereinzelt kamen Jugendliche und vor allem kaum Fußballer. Allein durch ihre Anwesenheit hätten sie zeigen können, dass ihnen der Verein am Herzen liegt und nicht nur das eigene Interesse an ihrem Sport. Auch das sind Knüppel, die verletzen können: allein gelassen zu sein.

    Der neuen Vorsitzenden, Alexandra Martin, bleibt zu wünschen, dass sie beim Führen des Vereins denselben langen Atem behält, wie sie ihn in ihrem geliebten Sport, dem Ultra-Marathon, braucht.

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