• aktualisiert:

    Gnodstadt

    Stichwahl Marktbreit: Biebelriether strahlt Zuversicht aus

    Statt Haustürwahlkampf setzt Sven Biebelriether vor der Stichwahl in Marktbreit auf andere Wahlkampfmethoden. Worauf der Kandidat der Freien Wähler sonst noch baut.
    Auch wenn er den Stimmen nach im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterwahl in Marktbreit zurück lag, ist Sven Biebelriether für die Stichwahl zuversichtlich.
    Auch wenn er den Stimmen nach im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterwahl in Marktbreit zurück lag, ist Sven Biebelriether für die Stichwahl zuversichtlich. Foto: Robert Haaß

    Nach den Ergebnissen des ersten Wahlgangs vom 15. März geht Sven Biebelriether für die Freie Wählergemeinschaft Gnodstadt (FWG) als Außenseiter ins Rennen um den Bürgermeisterposten in Marktbreit. 30,7 Prozent der Stimmen konnte er auf sich vereinen. Sein Konkurrent Harald Kopp erreichte mit 43,8 Prozent einen klaren Vorsprung. Biebelriehters Zuversicht ist trotzdem groß, auch Wähler der anderen Gruppierungen von einer Wahl zu seinen Gunsten zu überzeugen. In Gnodstadt hat er sein Wählerpotenzial mit 88,1 Prozent bei der Urnenwahl weitgehend ausgeschöpft.

    Und deshalb sagt er: "Wir werden auch weiter daran arbeiten, den Bürgermeister zu stellen." Dieses "Wir" wird beim Bürgermeisterkandidaten aus dem Stadtteil ganz groß geschrieben. Denn er arbeitet im Wahlkampf im Team. Schon am Tag nach der Wahl, als klar war, dass er in der Stichwahl ist, gab es die erste Besprechung mit den Gnodstädter Stadträten darüber, wie es im Wahlkampf weitergehen soll. Die verbleibenden zwei Wochen in Zeiten des Coronavirus mit Veranstaltungen und Haustürwahlkampf zu füllen, das verbietet sich natürlich. "Wir wollen noch einen Flyer nachschieben", sagt Biebelriether. Er nutzt die konventionellen sowie die neuen Medien für Aktionen. Natürlich wird er das Gespräch mit der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen CSU-Kandidatin Marion Frischholz (CSU) suchen und um eine Wahlaussage zu seinen Gunsten werben.

    Er steht bereit bis zum Rentenalter 

    Für Biebelriether steht weiter die "Strategie 2044" im Mittelpunkt seines Wahlkampfs. Er baut auf sein im Vergleich zu Kopp noch geringes Alter von 44 Jahren. Er habe damit genügend berufliche und Lebenserfahrung, um das Amt des Bürgermeisters zu bewältigen, ist aber jung genug, um – so der Wähler das möchte –24 Jahre lang die Stadt Marktbreit zu führen. "Ich bin noch jung genug, um Zukunftsstrategien zu entwickeln und auch durchzuführen", sagt er. Im Jahr 2044 wäre er 68 Jahre alt – das dürfte dann das reguläre Rentenalter sein.

    Anfangs wird ein neuer Bürgermeister in Marktbreit mit dem Vollenden der bereits angefangenen Projekte beschäftigt sein. Schon da gelte es aber, neue Akzente zu setzen, deren Umsetzung dann auch anstehen. Und die sind oft in einer Legislatur nicht abzuschließen. Langfristiges Handeln sei gefragt. Projekte, die jetzt angeschoben werden, könne er auch weiterführen. Biebelriether denkt dabei etwa an die Belebung der beiden Ortskerne, dort Anreize schaffen, um Wohnen, aber auch Geschäfte wieder attraktiv zu machen. Und städtische Gelder könnten auch fließen, um Leerstände zu vermeiden und zu reduzieren.

    Sven Biebelriether
    Alter: 43
    Partei: Freie Wählergemeinschaft Gnodstadt
    Wohnort: Gnodstadt
    Beruf: Bilanzbuchhalter
    Ehrenämter: Jugendtrainer TSV Gnodstadt
    Familie: Verheiratet, drei Kinder
    Hobbys: Radfahren, Garten, Wandern, Schwimmen, Fußball, Skifahren
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Kitzingen-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!