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    Kitzingen

    Stichwahlen: CSU gegen Freie Wähler in Dettelbach und Volkach

    Für vier Gemeinden im Landkreis wird es am 29. März nochmal richtig spannend: Acht Männer gehen in Castell, Dettelbach, Marktbreit und Volkach in die Stichwahlen.
    Die beiden Bürgermeisterkandidaten Heiko Bäuerlein (links, CSU) und Udo Gebert (FWG) sind in die Stichwahl um Volkachs Chefposten eingezogen.
    Die beiden Bürgermeisterkandidaten Heiko Bäuerlein (links, CSU) und Udo Gebert (FWG) sind in die Stichwahl um Volkachs Chefposten eingezogen. Foto: Andreas Chlupka

    Nach der Wahl ist vor der Wahl heißt es für acht Männer im Rennen um vier Bürgermeisterämter im Landkreis: In Castell, Dettelbach, Marktbreit und Volkach stehen am 29. März Stichwahlen an. Gegen zwei Bewerber bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt haben sich hingegen Roland Hoh (FWG) in Biebelried, Peter Matterne (CSU) in Segnitz, und Volkhard Warmdt (BLW) in Wiesenbronn.

    Aus Drei mach zwei: Dettelbachs Bürgermeisterkandidaten Matthias Bielek (links) und Marcel Hannweber (rechts) haben es in die Stichwahl geschafft. Joachim Beck (Mitte) ist ausgeschieden. Das Foto zeigt das Trio beim Wahlforum der Main-Post in der Dettelbacher Maintalhalle.
    Aus Drei mach zwei: Dettelbachs Bürgermeisterkandidaten Matthias Bielek (links) und Marcel Hannweber (rechts) haben es in die Stichwahl geschafft. Joachim Beck (Mitte) ist ausgeschieden. Das Foto zeigt das Trio beim Wahlforum der Main-Post in der Dettelbacher Maintalhalle. Foto: Fabian Gebert

    Überraschend deutlich ist in Dettelbach der Vorsprung für Matthias Bielek (FWG) gegenüber Marcel Hannweber (CSU) ausgefallen. Bielek erzielte 44,8 Prozent der Stimmen, Hannweber erreichte 36,2 Prozent. 19,0 Prozent entfielen auf den dritten Bewerber, Joachim Beck (SPD). Der hatte nicht damit gerechnet, dass Bielek so klar die Nase vorn haben würde. Beck selbst hatte sich mehr erhofft: "Ich hätte gedacht, dass ich ein paar mehr Stimmen bekomme."

    Hannweber nannte das Ergebnis von gut 36 Prozent "super", räumte aber ein, dass er sich das Ergebnis eher andersherum erhofft hatte, nachdem man ein Jahr viel angeboten hätte und die Bürger aktiv beteiligt habe. Er freute sich, in die Stichwahl zu kommen und wolle über die Sozialen Medien noch einige Wähler erreichen in den kommenden zwei Wochen. Bielek freute sich über dieses "starke Ergebnis", betonte aber: "Es macht mich stolz, ist aber noch lange kein Wahlsieg."

    Favoriten setzen sich in Volkach durch

    Fünf Bürgermeisterkandidaten hatten sich in Volkach zur Wahl gestellt: Heiko Bäuerlein (CSU), Udo Gebert (FWG), Mathias Krönert (FDP), Andrea Rauch und Jürgen Wagenhäuser (SPD). Durchgesetzt haben sich die beiden erfahrenen Stadtratsmitglieder Gebert und Bäuerlein, der das enge Rennen mit 36 Prozent für sich entschied. Gebert erreichte 32,9 Prozent. Mit 19,5 Prozent ein mehr als achtbares Ergebnis lieferte Andrea Rauch (Grüne) aus dem Stand. Mathias Krönlein (FDP, 6,3 Prozent) und Jürgen Wagenhäuser (SPD, 5,2 Prozent) liegen abgeschlagen auf Rang vier und fünf.

    Bäuerlein sagte, er freue sich sehr "über den Etappensieg". Eine Stichwahl habe er erwartet. "Ich freue mich darauf, für mich und unser Netzwerk werben zu dürfen." Udo Gebert sagte, er sei begeistert vom Wahlausgang. "Ich hatte zwar gehofft, dass ich so weit nach vorne komme, erwartet hatte ich das aber nicht unbedingt."

    Ebenfalls zwei Männer kämpfen in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Castell. Christian Hähnlein (WGW) siegte knapp vor Jürgen Weber (CL). Brigitte Horak (FWG) als einzige Frau im Wahlwettbewerb zog mit 26,3 Prozent den Kürzeren.

    Wahlkampf in Zeiten des Coronavirus

    In Marktbreit geht Harald Kopp (SPD) mit einem Stimmenanteil von 43,8 Prozent als Favorit in die Stichwahl, die er gegen Sven Biebelriether (FWG) bestreitet. Für den Gnodstädter sind die erreichten 30,7 Prozent auf jeden Fall aber als Erfolg zu werten. Damit setzte er sich klar gegen die dritte Kandidatin Marion Frischholz (CSU) durch, die auf 25,5 Prozent der Stimmen kommt.

    Biebelriether brachte auf den Punkt, was wohl alle Stichwahlkandidaten aktuell umtreibt: "Wie sollen wir Wahlkampf machen für die Stichwahl in Zeiten des Coronavirus?" Wahlveranstaltungen seien nicht möglich, an Türen klingeln auch blöd. Ähnlich geht es seinem Konkurrenten Kopp, der sagte, er wolle nun auf die ausgeschiedene Kandidatin Frischholz zugehen.

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