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    Kitzingen

    Stolpersteine für Familie Ebstein aus Kitzingen gespendet

    Die Schüler der 9. Jahrgangsklasse der Realschule Dettelbach erforschten die Geschichte der jüdischen Familie Ebstein in Kitzingen und spendeten zwei Stolpersteine. Foto: Gerhard Bauer

    Die Fachschaften Geschichte und Religion der Realschule Dettelbach beschäftigten sich mit der Geschichte der jüdischen Familie Ebstein aus Kitzingen, die 1942 in das Vernichtungslager Izbica nach Ostpolen deportiert wurden.

    Claudia Gonschorek organisiert für den Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen das Verlegen der Stolpersteinen und informierte in einer Feierstunde in der Alten Synagoge, dass in Kitzingen bereits 85 Erinnerungssteine gibt, darunter auch der Stolperstein für Denny Ebstein. Mit drei Jahren war er vermutlich das jüngste Opfer der Nationalsozialisten.

    Über den Verbleib seiner Eltern Margot und Alfred Ebstein ist dagegen nichts bekannt: sie wurden für tot erklärt. Vor Schulleiter Stefan Wolbert, Bürgermeister Klaus Heisel, Religionslehrer Romuald Kutschera sowie vor rund 50 Mitschülern der neunten Jahrgangsstufe erinnerten acht Jugendliche an die Herkunft der jüdischen Familie. Sie beschrieben deren Werdegang bis hin zur Vertreibung aus Kitzingen am 24. März 1942.

    Die Schüler spendeten nun gemeinsam die beiden Stolpersteine für die Eltern Ebstein. Nach der Feierstunde in der Alten Synagoge, bei der Kutschera das Totengebet Kaddish sprach, gingen die Teilnehmer in die Luitpoldstraße. Dort setzte ein Mitarbeiter des Bauhofes neben dem Stolperstein von Denny Ebstein auch die seiner Eltern in den Gehsteig.

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