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    WILLANZHEIM

    Teueres Nachfolgeprojekt für die alte Hüttenheimer Schule

    Der Standort des Schulgebäudes in Hüttenheim stand im Mittelpunkt der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag im historischen Rathaus in Hüttenheim.

    Planer Thomas Buchholz stellte seine Planung nach Absprache mit der Regierung von Unterfranken für eine Kindertageseinrichtung mit eigenständigem Funktionsgebäude vor. Vorgesehen ist ein Holzbau mit Holz-Alu-Fenstern auf einer fundamentlosen Bodenplatte.

    Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert ergänzte, dass ein Bodenaustausch vorgenommen werden müsse, der in die Kostenplanung bereits eingeflossen ist. Die Dachgestaltung soll, so Buchholz, in gedämmter Lamellentechnik mit einer Dachneigung von bis zu zehn Prozent erfolgen. Die Kindertagesstätte mit einer Nutzfläche von 355 Quadratmetern kostet 1,28 Millionen Euro.

    Das Funktionsgebäude, in dem das Gemeindearchiv unterkommen soll, hat eine Fläche von 355 Quadratmetern und ist mit Kosten von 1,365 Millionen Euro veranschlagt. Ob eine Förderung mit 440 000 Euro über das europäische ELER-Programm möglich ist, muss noch geklärt werden.

    Verkehrsflächen könnten um 134 000 Euro kosten, die Förderfähigkeit ist noch nicht geklärt. Die Rückbaukosten für das alte Gebäude sind mit 150 000 Euro veranschlagt, werden aber vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) zur Baulandfreimachung mit 90 000 Euro aus nationalen Mitteln gefördert. Die Kosten beinhalten eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromgewinnung. Die Gesamtinvestition bezifferte Buchholz mit 2,91 Millionen Euro.

    Bernhard Käppner erinnerte, dass ein Betrag von 2,5 Millionen Euro nicht überstiegen werden sollte. Hilmar Hein fragte nach, ob bei einem Grundsatzbeschluss die Möglichkeit einer reduzierten Bauausführung bestehe, wenn beantragte Fördermittel nicht im erhofften Umfang fließen.

    Die Bürgermeisterin unterstrich, dass das gesamte Vorhaben – besonders beim Funktionsgebäude – vom Umfang der Förderung abhängig sei. Dennoch wünschte sich Manuel Stöcker einen Höchstbetrag zu beziffern. Robert Krämer wandte ein, dass über ein Abspecken des Vorhabens erst nach Vorliegen der Förderbescheide gesprochen werden sollte. Werde gleich abgespeckt fielen auch die Fördermittel geringer aus. Den Grundsatzbeschluss formulierte Reifenscheid-Eckert daher mit einem Finanzierungsvorbehalt entsprechend der Zusagen aus den Fördertöpfen. Die Pläne werden in der Sitzung am 24. September zum Beschluss vorgelegt. Der Eigenanteil wird zwar nicht gedeckelt, der Gemeinderat einigte sich jedoch auf die Absichtserklärung, die im Haushalt eingestellten 1,3 Millionen Euro als Eigenanteil nicht zu überschreiten. Es gab eine Gegenstimme.

    In einer weiteren Entscheidung wurde festgelegt, dass an den Seiteneingängen am Schulhaus in Willanzheim keine Vordächer angebracht werden.

    Da sich die Ratsrunde nicht auf die Farbgestaltung am Schulhaus für Fenster, Fassade und Fassadenplatten einigen konnte, wird auf Anregung von Hilmar Hein zunächst ein Farbkonzept erstellt und dann darüber beraten.

    Von Gerhard bauer

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