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    Marktsteft

    Tief verwurzelt in der Tradition

    Stadtgärtner Bernd Vogel und Kreisgärtnermeister Ralf Volkamer pflanzten eine Silber-Linde am BNE-Gelände in Marktsteft.
    Stadtgärtner Bernd Vogel und Kreisgärtnermeister Ralf Volkamer pflanzten eine Silber-Linde am BNE-Gelände in Marktsteft. Foto: Mechthild Engert

    In allen bayerischen Landkreisen wird 2019 eine Silber-Linde gepflanzt, die der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege spendet. Denn der Verband blickt auf eine 125-jährige Geschichte zurück, er wurde am 20. November 1894 wurde gegründet.

    Der Präsident des Landesverbandes, Wolfram Vaitl, hatte es sich nicht nehmen lassen, selber bei der Pflanzung  in Marktsteft dabei zu sein und war laut Pressemitteilung aus München angereist. Er wurde von zahlreichen Mitgliedern der Ortsvereine im Landkreis, vom Kreisvorstand um Karl Wolf, Landrätin Tamara Bischof und Bürgermeister Thomas Reichert am historischen Hafenbecken begrüßt. Denn der Ort der künftigen Station zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Landkreis Kitzingen verbindet Tradition und Zukunft.

    Kreisvorsitzender Karl Wolf schlug einen weiten Bogen über die Jahrhunderte. Die Markgrafen von Ansbach hatten den Obstanbau in ihrem Herrschaftsgebiet zu großer Blüte gebracht. Die Sorge um ausreichend und gesunde Nahrung, besonders aber der Export der wertvollen Zwetschgen und Sauerkirschen, waren wichtige Aufgaben der Landesherren. Vom Marksteft, dem mit 300 Jahren ältesten, in dieser Form erhaltenen Hafen Bayerns, wurden Waren in die ganze Welt verschickt.

    Seit dem 19. Jahrhundert entwickeln Bürger in Gemeinden und Vereinen das Land. Die Ortsvereine in Dettelbach und Marktsteft wurden weit vor dem Landesverband gegründet. „Ziel war von Beginn an, Hungersnöte abzuwenden, aber auch Dörfer, Städte und die Landschaft in ihrer Eigenart und Schönheit zu fördern.“ Noch heute zeugen Obstbäume entlang der Landkreisstraßen von der frühen Arbeit der Vereine, so der Pressebericht. Landrätin Tamara Bischof freute sich über den idealen Standort für den Baum, der mindestens 300 Jahre alt werden soll, und das bürgerschaftliche Engagement.

    Wasser aus dem Main geschöpft

    Bürgermeister Thomas Reichert begrüßt die Silber-Linde als Klima-Baum und damit ideale Ergänzung für das Hafengelände. Präsident Wolfram Vaitl gibt zu Bedenken, welchen wechselnden Klimata der Landesverband schon ausgesetzt war. Neue Aufgaben liegen im Flächensparen. Im vorhandenen Siedlungsraum müsse weiter, auch dichter gebaut werden. Dabei gelte es aber, Freiräume von hoher Qualität zu erhalten und zu schaffen.  

    Nachdem Stadtgärtner Bernd Vogel und Kreisgärtnermeister Ralf Volkamer die Linde pflanzten, schöpften die Gäste mit Eimern Wasser aus dem Main und gossen den Baum kräftig, besonders eifrig waren die Kleinsten dabei. Pfarrer Peter Stier sprach abschließend den Segen. „Es ist ein besonderer Baum, den Sie immer wieder gerne aufsuchen werden. Dieser Tag wird lange im Gedächtnis bleiben.“

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    Bearbeitet von Lena Bayer

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