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    Marktbreit

    Überwachungskameras am Alten Kranen

    Auch der Bereich des Kranen in Markbreit soll demnächst videoüberwacht werden, um nächtlichen Umtreiben Einhalt zu bieten. Foto: Robert Haaß

    Eine deutliche Begrenzung der Flächenversiegelung der Stadt Marktbreit, die Überprüfung städtischer Investitionen in Gebäude und Infrastruktur auf Naturverträglichkeit und Energieeffizienz – das forderte die SPD-Stadtratsfraktion in einem Antrag und sorgte damit in der Ratssitzung am Montagabend in Gnodstadt für kontroverse Diskussionen. Am Ende wurde der Antrag trotz Unterstützung von CSU-Rätin Martina Michel mit 6:10 Stimmen abgelehnt.

    Schon in seiner Anmoderation machte Bürgermeister Erich Hegwein deutlich, dass die Forderungen des Antrags alleine durch die Gesetzgebung durchgeführt werden müssten. Öko- und Ausgleichsflächen seien vorgeschrieben, zudem die Stadtentwicklung durch die geographische Lage stark begrenzt. Grundsätzlich nichts einzuwenden gegen den ihrer Meinung nach sehr allgemein gehaltenen Antrag hatte dagegen Martina Michel, "Damit können wir alle leben", sagte sie.

    "Provokante" Vorschläge

    Einen anderen Ansatz konnte sich Manfred Kraus aus Gnodstadt vorstellen: Da gebe es durchaus Einflussmöglichkeiten in Bebauungsplänen, um den "Steinwüsten" in den Vorgärten von Neubaugebieten vorzubeugen. Und dann, "etwas provokant" so Krauß weiter, sollte über eine Überarbeitung der Gestaltungssatzung nachgedacht und Photovoltaikanlagen auch in den Altorten erlaubt werden, auch auf städtischen Gebäuden, wie den Rathäusern oder dem Schloss. Christiane Berneth und Werner Hund verteidigten den Antrag nochmals, als Positionierung der Stadt bei einem wichtigen Thema und "Vorfahrtsregelung für’s Klima", ehe die Ablehnung kam.

    Nächtliche Gelage am Kranen

    Eine Überwachungskamera auch im Bereich des Alten Kranen – ein Vorschlag von Harald Damm, den die Räte einstimmig befürworteten. Denn nach dem Lagerhaus sind nun auch Treppe und Aufgang zum Kranen immer wieder Ziel "nächtlicher Gelage" (Hegwein), mit der Folge von zerschmissenen Bierflaschen und "Notdurft hinter dem Kranen". "Der Zustand am Kranen ist nicht mehr schön", sagte Hegwein.

    Die KT 18 zwischen der Bundesstraße 13 und Gnodstadt ist in keinem guten Zustand und eigentlich für den heutigen Verkehr zu schmal. Nach langen Verhandlungen konnte die Stadt erreichen, dass ein Ausbau im kommenden Jahr erfolgt. Jetzt droht, so ein Schreiben des Landratsamts, eine Verschiebung der Maßnahme, da in der Nähe, an der Mautpyramide auf der Bundesstraße, ein Kreisverkehr gebaut und die KT 18 als Ausweichstrecke mitgenutzt werden soll.

    KT 18 ausbauen

    Empörung bei den Räten, da sowohl die KT 18, als auch die Ortsdurchfahrt in Gnodstadt vor allem im Bereich der Wassergasse für einen Begegnungsverkehr von Lkw nicht geeignet ist. Deshalb die Forderung an den Landkreis: Die KT 18 gleichzeitig mit dem Kreisel ausbauen, dann entfällt der Ausweichverkehr durch Gnodstadt und dazu eine weiträumige Umleitung einrichten.

    Negativzinsen erreichen auch die Region: Für Guthaben von über 100 000 Euro bei der VR-Bank Würzburg muss die Stadt nun Strafzinsen in Höhe von 0,4 Prozent zahlen.

    Da beide nicht mehr bei den Kommunalwahlen antreten wird Bürgermeister Erich Hegwein Gemeindewahlleiter und Jürgen Huthöfer sein Stellvertreter.

    Mit einem Betrag von 1,50 bis 1.70 Euro pro Einwohner jährlich wird die Stadt künftig den Neubau und den laufenden Betrieb des Kitzinger Tierheims unterstützen, das auch Gemeindeaufgaben übernimmt.

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