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    KITZINGEN

    Umweltstation: Der alte Hafen überzeugt fast alle

    Ein Idyll mit viel Potenzial: Die künftige Umweltstation des Landkreises Kitzingen wird im alten Hafen von Marktsteft eingerichtet. Foto: Julia Lucia

    Zwei geeignete Standorte, zwei überzeugende Konzepte – aber nur eine Kommune setzt sich durch: Der alte Hafen von Marktsteft beherbergt künftig die Umweltstation des Landkreises Kitzingen.

    Am Mittwoch entschied der Kreistag erst mit 37:19 gegen den Standort Dettelbach und anschließend mit 55:1 (gegen Christa Büttner) für den danach letzten verbliebenen Standort Marktsteft. Zuvor hatte Landrätin Tamara Bischof beiden Städten die Eignung und die Wertschätzung zugesprochen. „Jede Entscheidung ist richtig, die heute getroffen wird“, sagte Bischof, die für ihren Wohnort Dettelbach stimmte.

    Zwischenzeitlich hatten Bürgermeisterin Christine Konrad (Dettelbach) und Bürgermeister Thomas Reichert (Marktsteft) je 20 Minuten Zeit, um die Vorzüge ihrer Standorte zu präsentieren und dafür zu werben. Beide Städte hatten viele Pluspunkte ins Feld geführt, sodass nach Ansicht der Landrätin beide Objekte eine Berücksichtigung verdient gehabt hätten. Aber es bedurfte einer Auswahl – schon aus finanziellen Gründen. Den größten Unterschied macht die Lage aus: Das denkmalgeschützte Götz-Haus liegt inmitten der Dettelbacher Altstadt – mit ihrem Charme, aber auch mit ihren Einschränkungen. Der alte Hafen von Marktsteft – der älteste Binnenhafen Bayerns – liegt am Ortsrand, hat mehr als genug Fläche zu bieten und ist mit der direkten Nachbarschaft zum Wasser ausgestattet. Damit bieten sich augenfällig vielleicht noch mehr Möglichkeiten für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Das mag am Ende den Ausschlag für den Kreistag gegeben haben. Fair war bis zum Ende der Umgang der beiden Bürgermeister miteinander. Einträchtig erwarteten sie nebeneinander auf den Besucherstühlen sitzend die Entscheidung. Und Konrad gratulierte Reichert umgehend. Da Konrad Kreisrätin ist, durfte sie wegen der zu erwartenden Vorteile für die Kommune nicht abstimmen. (abra)

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