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    MARKT EINERSHEIM

    Unternehmer Adolf Fritsch mit 89 Jahren gestorben

    Erfolgreicher Unternehmer und engagierter Kommunalpolitiker: Adolf Fritsch ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Foto: Familie Fritsch

    Adolf Fritsch, ein für die Region prägender Unternehmer und Kommunalpolitiker, ist am 2. August im Alter von 89 Jahren in Prag gestorben. Damit schließt sich ein Lebenskreis, denn Fritsch wurde am 25. Mai 1929 in Wiese im Sudetenland geboren.

    Neuanfang in Markt Einersheim

    1946, nach dem dem Krieg, kam Adolf Fritsch mit der Familie seines Vaters nach Unterfranken. Dort nahm sein Vater Alois Fritsch, die bereits im Sudetenland begonnene unternehmerische Tätigkeit wieder auf und gründete, die bis heute in Markt Einersheim ansässige Firma Fritsch, Hersteller von Bäckereimaschinen und -anlagen, wie das Unternehmen mitteilt.

    Bereits in seiner Jugend trat Fritsch in den Familienbetrieb seines Vaters ein und half beim Aufbau der Firma. Parallel dazu absolvierte er sein Maschinenbaustudium in Würzburg und leitete ab 1961 als alleiniger Geschäftsführer das Unternehmen. Unter seiner Führung verdoppelte sich die Unternehmensgröße. Darüber hinaus gelang es ihm, das Vertriebsnetzwerk auf internationaler Ebene zu entwickeln und stabile, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Damit legte er den Grundstein für die heutige Weltmarktstellung des Familienunternehmens, in das mittlerweile die vierte Generation eingetreten ist.

    Unternehmer aus Leidenschaft

    Adolf Fritsch ging seiner unternehmerischen Tätigkeit mit Leidenschaft und Herzblut nach. Er verfügte über eine ausgeprägte praktische Veranlagung. Nicht selten kam es vor, dass er selbst zum Schraubenschlüssel griff, um seinen Kunden vor Ort zu helfen. Sein Hauptanliegen war es stets, gute und vertrauensvolle Beziehungen zu seinen Mitarbeitern und Kunden zu pflegen, wofür er sehr geschätzt wurde.

    Adolf Fritsch war mit Lore Fritsch, geborene Brummer, verheiratet. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Ursula, Klaus und Wolfgang hervor.

    Knapp 20 Jahre engagierte sich Adolf Fritsch im Gemeinderat von Markt Einersheim und vertrat seine Mitbürger auch als Kreisrat. Für seine Leistungen wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    Vielfältig sozial engagiert

    In den 1970er Jahren war er in Markt Einersheim für das Rote Kreuz tätig. Als vielseitiger und geselliger Mensch war Adolf Fritsch bis ins hohe Alter in mehreren Vereinen aktiv und nahm verschiedene sportliche Interessen wie Reiten, Sportschießen, Kanufahren oder Motorsportfliegen wahr.

    Mit Adolf Fritsch verabschiedet sich eine charismatische Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Die Beisetzung mit anschließendem Trauergottesdienst findet am Freitag, 31. August, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Markt Einersheim statt.

    Bearbeitet von Andreas Brachs

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