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    Dettelbach

    Viele Ideen für attraktives Wohnen

    Parkplätze, Entwässerung, günstige Mietwohnungen, betreutes Wohnen, neue Verkehrswege oder ein Energiekonzept - die Ideen und Verbesserungsvorschläge aus dem Stadtrat Dettelbach für den Bebauungsplan Bromberg waren vielfältig und wurden teils kontrovers debattiert. Einig war sich das Gremium in seiner Sitzung am Montag allerdings in der grundsätzlich positiven Bewertung des städtebaulichen Entwurfs des Architekturbüros Haines-Leger aus Rimpar. Dieses wurde einstimmig beauftragt, die besprochenen Details kurzfristig in den Vorentwurf für den Bebauungsplan einzuarbeiten, damit das Bauleitverfahren zügig fortgeführt werden kann.

    50 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern, 15 Reihen- und 18 Einfamilienhäuser sowie 20 Plätze für Betreutes Wohnen könnten nach den Vorstellungen von Stadtplanerin Sylvia Haines auf dem Areal oberhalb des Sommeracher Wegs in Dettelbach entstehen. Dabei ist geplant, die größeren Mehrfamilienhäuser und das Betreute Wohnen Richtung Sportgelände und Realschule zu platzieren, während die Einfamilienhäuser im Nordosten stehen sollen, was nicht allen Stadträten gefiel. Ein wichtiges Anliegen war etlichen Räten auch die zu erwartende Parkplatzsituation. Eine Tiefgarage und verbindlich vorgeschriebene Stellplätze auf den Grundstücken könnten für Entlastung und einen guten Verkehrsfluss sorgen. Sogar ein Kaltwärmenetz hat die Stadtplanerin vorgestellt, bei dem aus einem Erdkollektorenfeld über eine Ringleitung Wärme in die Häusern gebracht werden soll.

    Auch über eine künftige Erweiterung des Baugebiets hat Haines nachgedacht. Auf überwiegend positive Resonanz stieß ihre Überlegung, über eine Verlängerung des Sandwegs eine Anbindung an die Straße nach Neuses am Berg zu schaffen, was nach ihrer Einschätzung den Verkehr am Felsenkeller entlasten könnte. 3. Bürgermeister Helmut Kapp (Mainsondheimer Liste) nannte dies einen "sehr guten Gedanken", zugleich wurde aber auch davor gewarnt, den Sandweg nicht zu sehr zu belasten.

    Als "großer Fan des Bebauungsplans" outete sich Eva-Maria Deppisch (SPD). Sie plädierte nachdrücklich für ein "faires soziales Wohnkonzept" bei den angedachten Mietwohnungen und sprach gar von einem "Herzenswunsch", zumindest einen Teil der Wohnungen über eine kommunale Wohnungsbaugenossenschaft abzuwickeln. Diesem "Herzenswunsch" setzte Ralph Peckmann (FW) einen anderen entgegen, nämlich den nach Liberalismus und Ideenreichtum. Sein Vorschlag: die beste Idee für die Umsetzung der Mehrfamilienhäuser suchen und dann sehen, mit wem sich das Vorhaben realisieren lässt.

    "Zu wenig" nannte 2. Bürgermeister Herbert Holzapfel (FW) die lediglich 20 Plätze für Betreutes Wohnen, als "wirtschaftlich unrentabel" bezeichnete dies Marcel Hannweber (CSU). Er stellte zudem die Frage, ob ein Altenheim oder der eventuell nötige Neubau der Maintalhalle im dortigen Umfeld denkbar wäre. Haines sah bei einem Altenheim kein Problem, für die Halle sei jedoch eine gute verkehrstechnische Erschließung nötig. Die, so befand Bürgermeisterin Christine Konrad, finde man am besten nahe der B22 alt.

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