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    Greuth

    Vorentscheid: Carolin Meyer will Deutsche Weinkönigin werden

    Die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer stellt sich am Samstag, 21. September, der Wahl zur Deutschen Weinkönigin. Foto: Stefan Bausewein

    Wer wird die 71. Deutsche Weinkönigin? Um diese Frage dreht sich alles in den nächsten acht Tagen in Neustadt an der Weinstraße – der Stadt in Rheinland-Pfalz, in der traditionell die Weinkönigin gewählt wird. Am Samstag, 21. September, wetteifern ab 16 Uhr die Kandidatinnen aus zwölf deutschen Weinanbaugebieten um den Einzug ins Finale. Nur sechs kommen weiter und kämpfen am Freitag, 27. September, in einer Live-Sendung um die Krone, die die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer nach Greuth (Landkreis Kitzingen) holen möchte.

    Frage: Die letzte Deutsche Weinkönigin aus Franken war die Volkacherin Marlies Dumbsky aus Volkach 2008. Wird Zeit, dass die Krone wieder nach Franken kommt, oder?

    Meyer: Das ist eine lange Zeit, aber die Chancen stehen eben jedes Jahr bei 1:12 (Dieses Jahr sind es ausnahmsweise zwölf Teilnehmerinnen statt 13, Anmerk. d. Red.). Wichtig ist, dass man sein Anbaugebiet gut repräsentiert. Alles andere ist dann on top.

    Wie haben Sie sich auf die Wahl vorbereitet?

    Meyer: Für mich sind meine Termine als Fränkische Weinkönigin die beste Vorbereitung. Darüber hinaus habe ich mich mit Informationen über die 13 deutschen Anbaugebiete und den Weinbau vorbereitet.

    Die Kandidatinnen müssen mit Schlagfertigkeit, Charme und Fachwissen glänzen. Da hängt viel von der Tagesform ab?

    Meyer: Bei der Wahl hängt ganz viel von der Tagesform ab. Man muss sich wohlfühlen, Spaß daran haben, auf der Bühne zu stehen und die Menschen von sich und dem Wein überzeugen.

    Was hat Franken, was die anderen Anbaugebiete nicht haben?

    Meyer: Für mich machen die Leitrebsorte Silvaner, die Trias und die Vielfältigkeit der Kulturlandschaft Franken einzigartig. Mit dem Bocksbeutel haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, das nicht nur für Frankens traditionsreiche Weingeschichte steht, sondern auch ein klares Qualitätsversprechen abliefert. 

    Unter Ihren Konkurrentinnen gibt es eine Grundschullehrerin und eine Politikwissenschaftlerin. Sie dagegen sind Weinbautechnikerin und Winzermeisterin. Ist das ein Vorteil?

    Meyer: Ich glaube nicht, dass es ein Vorteil ist. Es wird eine sympathische Weinbotschafterin gesucht, die den deutschen Wein im Herzen trägt. Das machen alle Kandidatinnen, da bin ich mir sicher. Am Ende ist es auch der Geschmack der Jury und die Tagesform, die den Ausschlag gibt.

    Muss jede Gebietsweinkönigin bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin antreten?

    Meyer: Nein, man muss nicht antreten. Die Gebietsweinwerbung lässt einem die Entscheidung vollkommen frei; das finde ich super. Dieses Jahr tritt eine Kandidatin aus dem Mittelrhein nicht an, was ich verstehen kann, denn es muss auch immer in die individuelle Lebenssituation passen.

    Seit März sind Sie Fränkische Weinkönigin. Sollten Sie gewählt werden, müssten Sie schon nach sechs Monaten das Amt aufgeben. Wäre es nicht besser, wenn sich die Fränkische – wie die anderen Königinnen auch – erst nach der Amtszeit zur Deutschen bewirbt?

    Meyer: Für mich ist es Vor- und Nachteil zugleich. Als Deutsche Weinkönigin müsste ich auf den Rest der Amtszeit als Fränkische Weinkönigin verzichten, da ich beide Ämter nicht gleichzeitig ausführen kann. Zum anderen finde ich es gut, weil ich dadurch sehr locker an die Sache herangehen kann. Sollte es mit der deutschen Weinkrone nicht klappen, darf ich ein weiteres halbes Jahr mein Amt als Fränkische Weinkönigin ausüben, was mir sehr viel Freude macht.

    Haben Sie sich eigens für die Wahl ein neues Kleid gekauft? Könnten Sie in Hosenanzug kommen?

    Meyer: Man darf anziehen, was man möchte. Natürlich auch Hosenanzüge. Ich habe ein tolles Kleid im Schrank, in dem ich mich sehr wohlfühle und das ich anziehen werde.

    Wer muss Sie auf jeden Fall zum Vorentscheid und hoffentlich zum Finale begleiten?

    Meyer: Zur Wahl begleiten mich Freunde aus meinem Heimatort Greuth und Castell und liebe Menschen, die mich schon auf dem Weg zur Fränkischen Weinkrone unterstützt haben und mir während der vielen Termine den Rücken freihalten. Ohne deren Unterstützung wäre meine Amtszeit als Fränkische Weinkönigin nur halb so schön.

    Der Vorentscheid am Samstag, 21. September, wird ab 15.45 Uhr im Internet per Live-Stream übertragen. eine Aufzeichnung davon am Sonntag, 22. September, von 14 bis 16.20 Uhr im SWR-Fernsehen.
    Das Finale beginnt am Freitag, 27. September, um 20.15 Uhr, das im SWR live übertragen wird. Die Verabschiedung der amtierenden Deutschen Weinkönigin sowie der Deutschen Weinprinzessinnen, darunter Klara Zehnder aus Randersacker, kann ab 19.30 Uhr im Online-Live-Stream verfolgt werden.

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