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    Martinsheim

    Wendehammer oder durchgängige Strasse?

    Für das Baugebiet "Am Berg" in Gnötzheim wird derzeit diskutiert, ob eine durchgängige Straße erschlossen wird (im Bild) oder im Westen ein Wendehammer und im Osten eine Abstellfläche für Abfallbehälter eingeplant wird. Letzteres könnte nötig sein, um zu vermeiden dass ein Anwohner im bestehenden Baugebiet an den Kosten beteiligt werden muss. Scan des Entwurfes mit durchgängiger Straße. Foto: Jens Kuttler

    Mit dem Bebauungsplan des Baugebietes "Am Berg" in Gnötzheim beschäftigten sich die Gemeinderäte in Martinsheim in ihrer Sitzung am Montagabend. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob dort eine durchgängige Straße angelegt oder ein Wendehammer gebaut wird.

    In letzterem Fall müsste eine Abstellfläche für Abfallbehältnisse an der nächsten durchgängigen Straße für die Abfallentsorgung vorgesehen werden, erklärte Bürgermeister Rainer Ott. Die Anwohner müssten in Konsequenz an Abfuhrtagen ihre Abfälle dorthin bringen, da die vorgesehene Wendemöglichkeit für das Entsorgungsfahrzeug zu klein wäre. Eine durchgehende Straße wäre auch bei den Bauarbeiten von Vorteil. Allerdings sei die Frage, ob in diesem Fall auch ein Grundstückseigentümer im bereits bestehenden Baugebiet "Bullenheimer Buck" mit belastet werden müsste.

    Dies möchte die Gemeinde vermeiden. Die Verwaltungsgemeinschaft soll den Sachverhalt erst prüfen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werde. Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Einteilung und Anzahl der verfügbaren Bauplätze. Für einen Wendehammer im Westen und die Abstellfläche im Osten würde ein Bauplatz wegfallen.

    Salzstreuer für Winterdienst defekt

    Weitere vorgesehene Änderungen sind die Ausweitung der nördlichen Geltungsbereichsgrenze, um direkt an das Baugebiet "Bullenheimer Buck" anzuschließen und die Festlegung, dass die Privatgrundstücke in diesem Bereich private Grünflächen sind. Ein Bereich zwischen den beiden Gebieten soll als öffentlicher Grünstreifen beibehalten werden. Diesen als beschränkt-öffentlichen Weg auszuweisen, hielten die Ratsmitglieder nicht für sinnvoll, da sonst die Gemeinde dafür Sorge tragen müsste.

    Der Bürgermeister informierte, dass der Salzstreuer für den Winterdienst der Gemeinde defekt und eine Reparatur zu teuer sei. Deshalb soll ein Gerät mit größerem Behälter angeschafft werden, um die Rüstzeiten zu verringern. Der Rat beschloss, Angebote einzuholen und das wirtschaftlichste auszuwählen.

    Zusagen für Baugenehmigungen

    Anträgen auf Verlängerung von Baugenehmigungen für den Neubau einer Halle, eines Stalles und einer Güllegrube im Außenbereich von Martinsheim stimmten die
    Gemeinderäte zu. Außerdem wurde eine Bauvoranfrage für den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Martinsheim genehmigt. Die nötigen Befreiungen vom mittlerweile in die Jahre gekommenen Bebauungsplan für das betroffene Grundstück wurden nicht als Problem angesehen.

    Aus formellen Gründen wiederholten die Gemeinderäte den Beschluss zum Eintrag einer Dienstbarkeit für die Bauhofscheune in Gnötzheim mit den Energiefreunden Martinsheim. Dieser sei bereits in der vergangenen Sitzung genehmigt worden, da dies für die Errichtung und Nutzung einer Photovoltaik-Anlage nötig sei, informierte der Bürgermeister.

    Die Entscheidung, ob die Ruhefristen in der Friedhofssatzung geändert werden, wurde vertagt. Hier soll zunächst eine Stellungnahme des zuständigen Gesundheitsamtes eingeholt werden. Die nächste Sitzung ist voraussichtlich am Montag, 21. Oktober.

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