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    Kitzingen

    Wie das Kitzinger Programmkino Roxy die Corona-Krise übersteht

    Der Katastrophenfall trifft kleine Unternehmen wie das Kitzinger Kino besonders. Doch es ist für die Krise gewappnet. Vor allem, weil sich der Vermieter solidarisch zeigt.
    Bald wieder Licht aus im Kitzinger Roxy? Nein, sagt Christine Jenike vom Fördervereins des Programmkinos. Sie seien gut gegen die Coronakrise aufgestellt.
    Bald wieder Licht aus im Kitzinger Roxy? Nein, sagt Christine Jenike vom Fördervereins des Programmkinos. Sie seien gut gegen die Coronakrise aufgestellt. Foto: Andreas Brachs

    Vor ein paar Wochen sah die Welt noch ganz anders aus. Ende Februar feierte das Kitzinger Programmkino Roxy sein einjähriges Bestehen nach der Wiedereröffnung – und das nur mit guten Nachrichten: Das genossenschaftlich finanzierte Kino läuft. Es konnte sogar einen Überschuss von 5000 Euro erwirtschaften. Dann kam die Corona-Krise, der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Alle nicht-systemrelevanten Einrichtungen mussten vorläufig schließen. So auch das Roxy. Wie übersteht das Programmkino die Schließung und die daraus resultierenden fehlenden Einnahmen?

    Unterstützung während der Schließung: Vermieter erlässt Monatsmieten

    "Uns trifft es weniger hart als andere", sagt Christine Jenike. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins Roxy, der zusammen mit der Genossenschaft das Kino betreibt. Sie erklärt: "Wir haben nämlich keine Personalkosten." Bei den Filmvorführungen sind es ehrenamtliche Helfer, die an den Kassen sitzen und die Bewirtung übernehmen. Aber auch der Vermieter des Gebäudes kam dem kleinen Kino in der Krise entgegen. "Er hat uns zwei Monatsmieten erlassen", sagt Jenike. Für sie besonders erfreulich: "Der Vermieter kam von sich aus auf uns zu." Übrig bleiben von den Fixkosten so nur Versicherungen, Strom und Heizung. Auch bereits gebuchte Filme konnten sie bei den Verleihfirmen einfach stornieren.

    "Bis zum 19. April können wir sicher überstehen", sagt die Vorsitzende des Fördervereins. Die Rücklagen, die sie über das vergangene Jahr erwirtschaften konnten, würden die laufenden Kosten decken. In die Zukunft blickt Jenike daher zuversichtlich. Vor Corona war die Nachfrage für das Roxy groß, sei es bei den Filmvorführungen oder bei Saalvermietungen für Veranstaltungen oder Feiern.

    Ende Februar feierte das Roxy einjähriges Bestehen. Darauf stießen Christine Jenike, Vorsitzende des Fördervereins, und Michael Schmitt von der Genossenschaft, die das Kino trägt, an.
    Ende Februar feierte das Roxy einjähriges Bestehen. Darauf stießen Christine Jenike, Vorsitzende des Fördervereins, und Michael Schmitt von der Genossenschaft, die das Kino trägt, an. Foto: Ralf Dieter

    Kitzinger Filmliebhaber zeigen Solidarität

    Und auch in der Krise halten die Kitzinger Filmliebhaber zu ihrem Programmkino. "Wir hatten schon Anfragen, ob sie uns mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen können", sagt Jenike. Die kann man aber nur im Kino selbst kaufen, das ja gerade geschlossen ist. Daher hofft das Roxy wieder auf zahlreiche Zuschauer, wenn die Ausgangsbeschränkungen vorbei sind.

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