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    Obernbreit

    Wie eine Zehnjährige das herzlose Dorfleben erlebt

    Emerenz Meier hilft ihrem Onkel beim „Verslschreiben“ und wird später selbst Schriftstellerin. Foto: Archiv BR, Ch. Hayer

    Das bäuerliche Leben im Bayerischen Wald gegen Ende des 19. Jahrhunderts, die Armut, das Elend und die Unterdrückung der Frauen sind die beherrschenden Themen in dem Film „Schiefweg – Bilder aus der Kindheit der Emerenz Meier", zu dem der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit am Sonntag, 26. Mai, einlädt. 

    Das  Mädchen Emerenz Meier, im Film zehn Jahre alt, erlebt die Nöte und die Ungerechtigkeiten und lehnt sich dagegen auf, soweit es ihr möglich ist. Als eigenwillig und aufsässig wird sie beschrieben, weil sie sich in das herzlose, menschenverachtende Leben auf dem Dorf nicht bereitwillig einfügt, so die Ankündigung.

    Der Film wurde 1986 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unter der Regie von Jo Baier gedreht. 1989 wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber für Buch und Regie und für die Kameraführung ausgezeichnet.

    Die Filmvorführung in der ehemaligen Synagoge in Obernbreit beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    Bearbeitet von Franziska Schmitt

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