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    Sulzfeld

    Wie viel ist die Wehrmauer dem Sulzfelder Gemeinderat wert?

    Die Wehrmauer um den Altort ist ein bauhistorisches Element, das den malerischen Weinort Sulzfeld auszeichnet. Eine Befunduntersuchung ergab, dass eine enorme Summe aufzubringen ist um alle Schäden an der Wehrmauer und den Türmen zu sanieren. Foto: Hartmut Hess

    Die Wehrmauer um den Altort ist ein Element, das Sulzfeld als malerisches Dorf auszeichnet. Doch jetzt steht der Gemeinderat vor der Frage, "die Wehrmauer ist uns lieb, wie teuer ist sie uns?" Denn eine Befunduntersuchung des Fachbüros ProDenkmal aus Bamberg ergab, dass die Wehrmauer einen Sanierungsbedarf aufweist, der zwei Millionen Euro erfordern würde.

    Heike Wolter von ProDenkmal stellte die Ergebnisse der Befunduntersuchung für die Sanierung der Wehrmauer und teilte diese auf zwei verschiedenen Bereiche und Türme auf. Der Wehrmauer- Bereich eins entlang der Staatsstraße sei in einem guten Zustand. Im Bereich zwei weise die Wehrmauer eine andere Kronenform auf. Die Schäden seien durch Auswüchse auf der Mauerkrone leicht erkennbar. Abschnittsweise sei das Mauersystem durch starken Bewuchs durch wilden Wein geprägt.

    Die Expertin legte eine grobe Kostenschätzung für die 900 Laufmeter Wehrmauer vor, demzufolge würden zwei Millionen Euro anfallen, würden alle Schäden auf einmal erledigt. Die Fachfrau hatte den Handlungsbedarf in unterschiedliche Schadensklassen aufgegliedert. Manches könne mittelfristig erledigt werden, anderes dürfte aus Sicherheitsgründen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Auf Nachfrage von Friedrich Staib erklärte Heike Wolter, dass kein Abschnitt keine konkreten Statik-Probleme aufweise und größere Risse kaum vorhanden seien. Nahezu alle Kosten würden im oberen Bereich der Mauerkrone entstehen.

    Erneut ein extrem trockenes Jahr

    Die Ratsrunde segnete den Forstbetriebsplan, den Förster Achim Volkamer vorstellte, für das neue Jahr ab. "Wir hatten im Wald erneut ein extremes Jahr", resümierte der Förster eingangs. Besonders die Kiefer sei von Vertrocknung betroffen und sei dann sehr anfällig für Schädlinge. "Eine gute Eiche bringt immer noch gutes Geld", sagte Achim Volkamer. Doch gebe es relativ wenige Eichen von höherer Qualität, weswegen sich der Einschlag heuer in Grenzen halten soll. Neben Pflegearbeiten sind heuer auch Nachpflanzungen und Zaunbauarbeiten vorgesehen. Die Fördergelder als Naturschutzprogramm wie dem Vertragsnaturschutz brächten die größten Einnahmeposten und unter dem Strich ist ein Plus von 3000 Euro zu erwarten.

    Die Ratsrunde vergab außerdem den Auftrag für die Planungsleitungen für die Kanalsanierung in der Kitzinger Straße und "Graben West" zum Angebotspreis von 19 455 Euro an das Würzburger Ingenieurbüro Köhl.

    Das Architekturbüro Küster aus Obernbreit stellte seine Rechnung für die Grundlagenermittelung und der Konzeptionierung der baulichen Erweiterung der Grundschule um Räumlichkeiten für die Offene Ganztagsschule mit 16 318  Euro in Rechnung.

    Die Wehrmauer um den Altort ist ein bauhistorisches Element, das den malerischen Weinort Sulzfeld auszeichnet. Eine Befunduntersuchung ergab, dass eine enorme Summe aufzubringen ist, um alle Schäden an der Wehrmauer und den Türmen zu sanieren. Foto: Hartmut Hess

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